Feuerwehr übt wieder – mit gebührendem Abstand

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 07. Juli 2020

Kandern

Herbsthock und Kameradschaftstreffen finden aber nicht statt.

(BZ). Auch die Kanderner Feuerwehr kann aufatmen. Mitte Juni hatte das Innenministerium Baden-Württemberg grünes Licht für die Wiederaufnahme des Übungsbetriebes gegeben, berichtet Abteilungskommandant Matthias Meisinger. "Für uns ist das eine sehr befreiende Sache, da wir nun wieder unseren Trainings nachkommen können, um im Bedarfsfall unsere Kunden entsprechend betreuen zu können", sagt Meisinger weiter.

Gleichzeitig steht jetzt schon fest, dass es dieses Jahr keinen Herbsthock geben wird. Das gilt auch für alle geplanten Veranstaltungen zur Kameradschaftspflege, Ausflüge, Versammlungen und Sitzungen, bestätigt Florian Sprich, stellvertretender Abteilungskommandant.

Für die Einsatzkräfte ist das Thema Corona ein ganz heißes Eisen. Gilt es doch auf der einen Seite, den sich in Notlage befindlichen Menschen zu helfen und auf der anderen Seite die Übungen mit entsprechendem Eigenschutz zu absolvieren. "Denn Eines ist klar, wenn einer von uns das Virus hat, müssen wir die Abteilung stilllegen", sagt Florian Sprich.

Aus diesem Grund ist das gesamte Team in verschiedene Gruppen aufgeteilt worden, um die Übungen zu absolvieren. Für die Einsatzkräfte gelten im Einsatz und im Übungsdienst sehr strenge Hygienevorschriften, erklärt Christophe Barreca, stellvertretender Kommandant Abteilung Kandern.

Die Feuerwache ist nur zu Übungs- und Einsatzzwecken zu betreten. Innerhalb des Gebäudes sind mehrere Desinfektionsstationen aufgebaut. Weiterhin ist der Mund-Nasenschutz zwingend und strengstens einzuhalten. Nach Übungen und Einsätzen sind die Fahrzeuge zu desinfizieren. Zusätzlich wird auf speziellen Sicherheitsdokumenten die Anwesenheit der Einsatzkräfte dokumentiert. Zusätzlich wird festgehalten, an welchen Orten sich das Team aufgehalten hat und welche Tätigkeiten durchgeführt wurden. "Trotz dieser erheblichen Mehraufwände freuen wir uns über das grüne Licht für die Übungen, auch wenn sie von den gewohnten und früher durchgeführten Übungen noch weit entfernt sind," erklärt Matthias Meisinger. Besonders erfreulich sei für die Bevölkerung, dass die Einsatztätigkeit zu keiner Zeit eingeschränkt war oder ist, betonen die drei Führungskräfte Meisinger, Sprich und Barreca.