FRAGEN SIE NUR!: Schutz fürs Bad – und für die Haare

Katharina Meyer

Von Katharina Meyer

Sa, 12. September 2020

Fragen Sie nur

Warum enthalten viele Haarpflegemittel Silikone?

Silikone sind den meisten ein Begriff – als Fugenabdichter im Bad. Doch sie sind auch in vielen Shampoos und Spülungen enthalten. Was machen sie da? "Silikone legen sich wie ein dünner Film um das Haar und machen es deutlich glänzender, geschmeidiger und widerstandsfähiger gegen Schäden durch äußere Einwirkungen wie etwa Kämmen und Bürsten", sagt Birgit Huber, stellvertretende Geschäftsführerin im Industrieverband Körperpflege und Waschmittel. Doch der Einsatz der künstlich hergestellten Polymere – chemisch Polysiloxane – wird auch kritisch gesehen: "Es werden in einigen Fällen Bedenken geäußert, dass die Silikone die Haare versiegelten", so Huber. Das sei aber bei heutigen Silikonen nicht der Fall, diese ließen sich gut wieder auswaschen. Kritik gibt es allerdings auch von Seiten der Umweltschützer: "Silikone sind grundsätzlich schlecht biologisch abbaubar", sagt Marcus Gast vom Umweltbundesamt. Sie würden zwar in der Kläranlage überwiegend rausgefiltert, kämen dann aber teilweise mit dem Klärschlamm doch in die Böden, wo sie sich anreicherten. Sein Fazit: Silikone sollten möglichst nicht in kosmetischen Mitteln verwendet werden. Silikone sind bei den Inhaltsstoffen anhand der Endungen -cone oder -xane erkennbar.

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