22 Freiburger Kinder testeten die besten Videospiele für den Deutschen Kindersoftwarepreis

Jonas Volkert

Von Jonas Volkert

Mo, 02. Oktober 2017

Freiburg

Bereits zum 16. Mal wird in diesem Jahr der „Tommi“ vergeben: Im Rahmen des Deutschen Kindersoftwarepreises werden dabei jährlich die besten Videospiele, Apps und elektronische Spielzeuge ausgezeichnet.

Bereits zum 16. Mal wird in diesem Jahr der "Tommi" vergeben: Im Rahmen des Deutschen Kindersoftwarepreises werden dabei jährlich die besten Videospiele, Apps und elektronische Spielzeuge ausgezeichnet. Die Jury besteht aus der Zielgruppe der Spiele, nämlich aus Kindern im Alter von sechs bis 13 Jahren. Erstmals haben in diesem Jahr auch Freiburger Kinder getestet, gespielt und bewertet. Die Sieger der einzelnen Kategorien sollen am 13. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse gekürt werden.

"Splatoon 2 war mein Lieblingsspiel", berichtet die zehnjährige Helen, die selbst eine Videospielkonsole aus dem Hause Nintendo besitzt. Bei dem Spiel handelt es sich um ein kindgerechtes Shooterspiel von Nintendo. Statt mit Kugeln schießen die Charaktere in Splatoon 2 mit Tinte, mit der der Spieler möglichst große Flächen des gegnerischen Teams bunt einfärben muss. Helen ist eines von 22 Freiburger Kindern, die in den vergangenen zwei Wochen zu Spieletestern wurden. Insgesamt standen 40 Spiele auf dem Prüfstand, die im Vorfeld von einer Fachjury ausgewählt worden waren.

Die Sechs- bis 13-Jährigen konnten in den Stadtteilbibliotheken Rieselfeld, Haslach und Mooswald sowie in der Freiburger Computerspielschule in der Konradstraße 14 die Spiele verschiedenster Genres ausprobieren. Die Bewertung erfolgte über vorgegebene Testbögen, auf denen die Kinder die Spiele nach den Kategorien Spielspaß, Verständlichkeit, Steuerung und Design/Grafik benoten mussten.

Welche Spiele am Ende das Rennen gemacht haben, steht noch nicht fest und wird erst am 13. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verkündet. In Freiburg kam aber das PC-Rätselspiel Crazy Machines 3 besonders gut weg. "Und was natürlich immer geht, sind Spiele für die Konsole Switch von Nintendo", weiß Marco Marsovszky von der Computerspielschule Freiburg. An der Station von Sonys Playstation 4 habe es zudem ein Lenkrad gegeben, was vor allem bei Rennspielen zu einem realistischen Spielgefühl führe. Davon war auch der zwölfjährige Felix begeistert. Ihm hat es vor allem das Rennspiel Dirt 4 angetan, in dem der Spieler im virtuellen Cockpit zum Rallyefahrer wird. Leider habe er allerdings nicht die notwendige Spielekonsole Playstation 4 zuhause, sodass er vorerst nicht weiterspielen könne.

Ludger Albrecht von der Stadtbibliothek Freiburg berichtet, dass das Thema Videospiele keineswegs erst mit dem "Tommi" auf die Agenda der Bibliotheken gerückt ist. "Mit Konsolen waren wir bereits gut ausgestattet, sonst hätten wir die von den Organisatoren gestellt bekommen." Und auch das Konzept des Spieletestens ist kein neues. Alle zwei Wochen gibt es in der Stadtteilbibliothek Haslach von 16 bis 18 Uhr nämlich bereits Gametestertage, an denen jeder teilnehmen kann. Fest steht aber bereits heute, dass ein Teil der "Tommi"-Jury auch in den kommenden zwei Jahren wieder aus Freiburg kommen wird.