Kandidatenporträt

Martin Horn versucht den Spagat im Freiburger OB-Wahlkampf

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Fr, 06. April 2018 um 13:15 Uhr

Freiburg

BZ Plus Hornveilchen, Instagram in Echtzeit und viel Empathie: Der 33-jährige Martin Horn lässt sich einiges für den Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters einfallen. Er will in der Stadt eine Wechselstimmung ausgemacht haben.

Beim Marketing in eigener Sache ist Martin Horn kreativ. Es ist der Dienstag nach Ostern, nach ungemütlich-nasskalten Feiertagen ist der Frühling in der Stadt angekommen, die Sonne scheint, die Temperaturen bewegen sich gegen 20 Grad. Martin Horn steht an der Ecke Wannerstraße/Klarastraße im Stadtteil Stühlinger, eine Palette zart-violette Veilchen in der Hand. Es sind nicht irgendwelche Veilchen, sondern Exemplare der Sorte "Viola cornuta": Hornveilchen.

OB-Kandidaten-Verhör: Zur Sache, Herr Horn!



Der 33-Jährige macht Wahlkampf als Full-Time-Job, dafür hat er sich vom Sindelfinger Rathaus extra für mehrere Monate freistellen lassen. Auch wenn er sich gegen das Image des jungen Karrieristen sträubt: Etwas Halbes käme für Horn nicht in Frage. Im Stühlinger steht für ihn jetzt eine Stunde echter Basiswahlkampf an, Horn geht von Haustür zu Haustür, verteilt Flyer, vegane Gummibärchen und Veilchentöpfe, immer an seiner Seite ist ein Fotograf, der Horns soziale Medien füttert. Der Kandidat mit der höflich-charmanten Art und dem adretten Schwiegersohn-Look wird überall freundlich empfangen. "Die, die hierher kommen, wollen eher etwas Neues", sagt der Inhaber eines Ladens für Yoga-Ausstattung in der Klarastraße. Horn lädt den Mann zu seiner Wahlveranstaltung im Stadtteil ein. "Auf ein Bier mit ... " nennt er diese abendliche Gesprächsreihe an wechselnden Orten – nicht ohne hinzuzufügen: "Es kann natürlich auch ein anderes Getränk ...

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