Weihnachtszeit

Ehepaar fertigt besondere Schwarzwaldkrippe für Markt auf Schloss Ebnet an

Bettina Gröber

Von Bettina Gröber

Di, 03. Dezember 2019 um 11:39 Uhr

Freiburg

Das Dach ist das Erkennungszeichen: Zum Christkindlesmarkt auf dem Ebneter Schlossgelände gehört wieder eine große Schwarzwälder Krippe des Ehepaars Denz. Außer die Figuren ist alles handgemacht.

Originelle Geschenke, Weihnachtsschmuck in vielen Varianten, Kunst und kulinarische Genüsse von Gebäck bis zu Schupfnudeln: All das konnten die zahlreichen Besucher des Christkindlesmarktes bei Schloss Ebnet am Sonntag mit allen Sinnen genießen. Doch nicht nur das adventliche Bummeln, Schauen und Kaufen gehört zur Vorweihnachtszeit. Wer neben all dem Trubel auch mal innehalten wollte, konnte sich in der Scheune des Schlosses auf den Kern des bevorstehenden Festes besinnen – und die große Schwarzwald-Krippe von Franz und Lydia Denz bestaunen.

Seit 30 Jahren baut das Ehepaar Denz Krippen

Inmitten einer weiten, der Region nachempfundenen Krippen-Landschaft thront das Gebäude, in dem die Heilige Familie Unterschlupf gefunden hat. Gestaltet hat es das Ehepaar Denz aus Oberried – "es ist eine Sonderanfertigung eigens für diesen Markt auf Schloss Ebnet", so Franz Denz (78), der sich gemeinsam mit Ehefrau Lydia (82) seit 30 Jahren dem Krippenbau verschrieben hat. Jede einzelne Leiste, jede Schindel, jedes noch so kleine Detail ist von Hand gemacht. "Wir kaufen nichts dazu", betont Franz Denz. Lediglich die Figuren werden nicht selbst gefertigt.

Das Charakteristische an einer Schwarzwald-Krippe sei das Walmdach, sagt Lydia Denz. In ihrer Werkstatt bauen sie und ihr Mann vorwiegend Krippen dieses Typs, "weil sie einfach zu unserer Heimat gehören". Daneben finden sich aber auch sogenannte alpenländische Krippen. Auch Exemplare dieses Stils waren am Sonntag am Stand des Ehepaars Denz zu finden.

Rund sechs Wochen Arbeit stecken in der Ebneter Krippe, so Franz Denz, die nun im dritten Jahr ausgestellt wurde. Denn Sorgfalt und Genauigkeit sind das A und O: "Alles wird verleimt, zum Schluss darf kein einziger Nagel mehr zu sehen sein", so der 78-Jährige.

"Das Größenverhältnis zur Krippe muss stimmen." Andreas Braun, Hausgärtner Schloss Ebnet
Ob man sich bei der gemeinsamen Tätigkeit auch mal gegenseitig ins Gehege kommt? Diese Frage verneint Lydia Denz – denn beim Krippenbauen herrscht in Oberried strikte Arbeitsteilung: "Mein Mann macht die Gebäude, ich bin für die restliche Gestaltung zuständig." Dafür habe sie eine separate Werkstatt, in der die verschiedensten Requisiten für die Krippen entstehen – etwa Bienenkörbe im Miniaturformat, die als Hingucker an der Front des Stallbaus aufgereiht werden.

Beim Aufbau der Krippe wird das Ehepaar Denz mittlerweile von Andreas Braun unterstützt. Der Haus- und Hofgärtner auf Schloss Ebnet hat dieses Jahr erstmals die Landschaft rund um die Krippe gestaltet. Keine geringe Herausforderung, wie der 50-Jährige am Rande des Christkindlesmarktes erzählte: "Das Größenverhältnis zur Krippe muss stimmen." Und auch die Positionierung der einzelnen Figurengruppen, etwa der Schafe, sei wichtig für den Gesamteindruck. Die Szenerie wird Braun auch künftig alle Jahre wieder neu aufbauen. Für Tipps und Tricks werde er sich vertrauensvoll an die Routiniers, sprich Lydia und Franz Denz, wenden.