Kanonenkugeln unterm Gerichtshof

Manuel Fritsch

Von Manuel Fritsch

Di, 16. April 2019

Freiburg

BZ-Plus Die Mauerreste, die am Holzmarkt gefunden wurden, sind die ersten baulichen Relikte aus der Stadt um 1600.

FREIBURG. Es ist ein Teil der Freiburger Stadtgeschichte, der bislang nur in Büchern zu finden war. Die Wehranlagen, die beim Umbau des Amtsgerichts gefunden wurden, sind das erste archäologische Zeugnis aus dem Freiburg zwischen Mittelalter und der Zeit Vaubans. Die Mauerreste zeugen von der einstigen Wehrhaftigkeit Freiburgs – und zahlreiche Kanonenkugeln zeigen, dass Wehrhaftigkeit auch nötig war.

Als der Erweiterungsbau des Amtsgerichts geplant wurde, war klar, dass er innerhalb der vaubanzeitlichen "Bastion du Roi", der Königsbastion, stattfinden werde. Innerhalb von acht Jahren hatte der Festungsbauer Sébastien Le Prestre de Vauban eine große Stadterweiterung geplant und auch umgesetzt. Dabei wurde die Dreisam, die im Mittelalter etwa auf Höhe des heutigen Amtsgerichts verlief, rund 200 Meter weiter südlich in ihr heutiges Bett verlegt. Der Hinterhof des Gerichts war um 1600 also die ...

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