Kita-Plätze und Geranien

Eva Opitz

Von Eva Opitz

Do, 16. Mai 2019

Freiburg

Im Rat Tiengen ging es um zahlreiche Themen, etwa Kinderbetreuung und Dorfverschönerung.

FREIBURG-TIENGEN. Rege Diskussionen gab es in der Sitzung des Tiengener Ortschaftsrats zum Ausbau der Kindergärten und zur Dorfverschönerung.

In der Bürgerfragestunde galt das Interesse zunäscht einem angedachten Waldkindergarten in Tiengen. Es stehe noch kein Platz fest, informierte Ortsvorsteher Maximilian Schächtele (Aktive Bürger Tiengen, ABT). Zur Diskussion stehe ein Grundstück in der Nähe des Reutemattensees. Nicht weit vom Reutemattensee befindet sich auch das Gelände des Sportclubs Tiengen, der 1000 Euro aus den Verfügungsmitteln beantragt hatte. "Die Summe würde helfen, den finanziellen Druck von uns zu nehmen", begründete ein Vorstandsmitglied den Antrag. Der Sportclub erfahre gerade bei der Jugend großen Zulauf, der angesichts der Neubaugebiete noch steigen werde. Einem nachhaltigen Betrieb stünden zurzeit hohe laufende Kosten entgegen: "Wir tun alles, um Spieler und Trainer zu halten." Die Reaktion war eine einstimmige Befürwortung des Antrags. Der Vorschlag der Projektgruppe "Dorfbild", jeden Haushalt mit der Erstattung von 10 Euro zum Kauf von Geranien zum Schmücken des Hauses zu motivieren, wurde hingegen zurückgestellt. Auch nach lebhafter Diskussion konnte keine Einigung über die Modalitäten erreicht werden. "Wie können wir sicherstellen, dass das Geld nicht einfach versickert. Und ist es nicht eh zu wenig?", fragte Georg Textor (Unabhängige Bürgerinnen und Bürger, UBB).

Fünf Bauanträge passierten den Rat ohne Gegenstimme. Lediglich im Fall einer geplanten Doppelhaushälfte "Auf der Kinzig" bat der Rat das Baurechtsamt, eine Begrünung des Garagenflachdachs zu prüfen. Einer Bauvoranfrage für "Rivanerweg" stimmten die Räte ebenfalls zu, obwohl hier anstatt des ursprünglich vorgesehenen Einfamilienhauses zwei Doppelhaushälften entstehen sollen. "Damit ist eine gute Lösung gefunden", sagte Sonja Krinke (Wählervereinigung Tiengener Bürger). Sie war es auch, die darauf hinwies, dass nach einer Änderung der Landes-Gemeindeordnung bei der Kommunalwahl nahe Verwandte kandidieren und im Fall der Wahl ihr Amt auch antreten dürften.

Für Empörung sorgte, dass nach dem Abbau des Briefkastens in der Vogteistraße nur noch der Kasten in der Etzmattenstraße zur Verfügung steht. "Wir haben keine Auskunft bekommen, wer es veranlasst hat, ob es nur temporär ist oder ob wir Ersatz bekommen", so Schächtele.

Stefan Haager (ABT) fragte, was aktuell geschehe, um die Kindergärten darauf vorzubereiten, dass mit den neuen Baugebieten der Bedarf steige, die beschränkten Kapazitäten aber gleich blieben. Die Räte beschlossen, auf einer der nächsten Sitzungen Vertreter der zuständigen Ämter zusammen mit den Leiterinnen der Kindergärten einzuladen. "Der Bedarf muss ermittelt und die Erweiterung geplant werden, bevor der Zuwachs vor der Tür steht", sagte Kerstin Lienhard (UBB).
Dauer: 75 Minuten.
Teilnehmer: zehn von zwölf Räten.
Zuhörer: neun.