Verdrängtes Grauen

Luftangriff auf Freiburg: Die nie geborgenen Opfer

Carola Schark

Von Carola Schark

Mo, 29. November 2010 um 08:00 Uhr

Freiburg

Am 27. November 1944 standen in Freiburg die Uhren still: Von 19.58 Uhr an rollten Angriffswellen der britischen Luftwaffe über die Stadt. Fast 2 800 Menschen starben. 440 der Oper wurden nie geborgen. Eine Erinnerung an ihr Schicksal.

Wie viel Grauen passt zwischen zwei Kartons? Die Sichtung der Bergungslisten im Stadtarchiv bietet auf den ersten Blick nur Namen und Zahlen. Arbeitet man sich jedoch zum Ende der Hauptliste vor, häuft sich die Bemerkung "nicht geborgen."

Nicht geborgen bedeutet, dass die Person in dem betreffenden Haus vermutet worden ist, aber keine Überreste ihres Körpers oder ihr gehörende Gegenstände gefunden wurden. Gelang es noch, alle Opfer der Angriffe vor dem 27. November 1944 zu bergen und alsbald zu bestatten, war dies nach jenem verhängnisvollen Tag nicht immer möglich. Denn durch die Hitze in den Kellern spielten sich oft Vorgänge wie in einem Krematorium ab. Knochen brennen ab 800 Grad Celsius. Im allgemeinen Chaos wussten die Menschen oft ...

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