Zwölf Biografien

Warum die Namen dieser Persönlichkeiten von Freiburger Straßenschildern verschwinden sollen

Thomas Goebel

Von Thomas Goebel

Fr, 07. Oktober 2016 um 08:15 Uhr

Freiburg

Heidegger und Hindenburg stehen seit Jahren in der Diskussion, andere Namen der Kommissionsliste sind deutlich unbekannter. In zwölf Einzelgutachten skizzieren die Wissenschaftler die Biografien der zwölf Namensgeber – und ihre Begründungen, warum sie sie hierfür als ungeeignet ansehen. Eine Zusammenfassung.

Sepp Allgaier (1895-1968)
Der Pionier des Bergfilms arbeitete unter anderem mit Arnold Fanck und Luis Trenker zusammen. Er war aber auch der Chefkameramann von Leni Riefenstahls nationalsozialistischen Parteitagsfilmen "Sieg des Glaubens" (1933) und "Triumph des Willens" (1934) und drehte zahlreiche weitere NS-Propagandafilme. Umbenennungsvorschlag: Hildesuse Gärtner, siebenfache deutsche Meisterin im Skilaufen und Freiburger Stadträtin.

Ludwig Aschoff (1866-1942)
Denken, Forschen und politisches Handeln des Professors für Pathologie wurden laut Gutachten von rassenhygienischen, völkisch-nationalen Kategorien geleitet: "Seine Forschung verstand er immer als einen Beitrag zur Reinheit und Stärkung des deutschen Volkes, Krieg und Heldentod als Brennpunkt aller großen sittlichen und körperlichen Kräfte." Als einer der bekanntesten Pathologen seiner Zeit hatte er großen Einfluss auf jüngere Kollegen. Umbenennungsvorschlag: Die Kommission empfiehlt die Einbeziehung des Friedrich-Gymnasiums am Ludwig-Aschoff-Platz bei der Namenssuche.

Julius Brecht (1900-1962)
Der Volkswirt war von 1938 bis 1945 Präsident des Reichsverbandes des deutschen gemeinnützigen Wohnungswesens. Nach dem Krieg wurde er Direktor des ...

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