Urteil vor dem Landgericht Freiburg

Neonazi-Prozess: Freispruch für den Angeklagten

Heinz Siebold, Thomas Goebel aktualisiert um 15.15 Uhr

Von Heinz Siebold & Thomas Goebel aktualisiert um 15.15 Uhr

Do, 12. Juli 2012 um 11:31 Uhr

Südwest

Das Landgericht Freiburg hat den Ortenauer Neonazi Florian S. freigesprochen. Er war wegen versuchten Totschlags in drei Fällen angeklagt. Eine Straftat könne nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, so das Gericht.

Der Prozess gegen den 29-Jährigen hatte am 18. Juni vor dem Landgericht Freiburg begonnen. Dem Ortenauer Neonazi wurde vorgeworfen, am 1. Oktober 2011 auf einem Parkplatz bei Riegel mit dem Auto absichtlich in eine Gruppe linker Aktivisten gerast zu sein. Dabei fuhr der 30-Jährige einen 22-Jährigen an und verletzte ihn schwer. Florian S. war an jenem Abend als eine Art Schleuser für auswärtige Teilnehmer einer geheimen Neonazi-Party am Kaiserstuhl auf dem Pendlerparkplatz nahe der Autobahn 5 postiert. Er selbst gab an, sich von der Gruppe von fünf – teilweise vermummten – Aktivisten bedroht gefühlt zu haben.

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