BZ-Interview

Salomon: "Politik ohne Ärger geht nicht"

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Mi, 23. Juni 2010 um 01:46 Uhr

Freiburg

Dieter Salomon war im Jahr 2002 der erste grüne OB einer Großstadt – bis heute ist er der einzige geblieben. Am Dienstag wurde der 49-Jährige verpflichtet. Anlass genug, mit ihm auf seine ersten acht Jahre, auf den vergangenen Wahlkampf und in die Zukunft zu blicken.

BZ: Wie bewerten Sie mit etwas Distanz den aggressiven Wahlkampfstil Ihres Herausforderers Ulrich von Kirchbach? Sind Sie immer noch empört?
Dieter Salomon: So einen Wahlkampf kann man nur machen, wenn man sicher ist zu gewinnen. Der war auf totale Konfrontation angelegt. Und zu glauben, in dieser Situation gewinnen zu können, war schon eine Fehleinschätzung.

BZ: Sie hassen ja badische Lösungen, bei denen alles so weiterläuft, bis es sich wieder einrenkt. Aber sind sie nicht die richtige Tinktur, um die Wunden langsam heilen zu lassen?
Salomon: Tatsache ist, dass man mit so einem Fall pragmatisch umgehen muss, weil sich die Rahmenbedingungen nicht geändert haben.

BZ: Ulrich von Kirchbach hat ein Vier-Augen-Gespräch angeboten. Hat das schon stattgefunden?
Salomon: Schon vor Wochen.

BZ: Gab es ein Ergebnis?
Salomon: Er hat sich zurück ins Amt gemeldet. Wir sind beide für acht Jahre gewählt und jeder hat eine Verantwortung der Stadt gegenüber. Ich erwarte von Bürgermeistern, dass sie sich für die Stadt einsetzen. Das ist ein ziemlich normaler Vorgang.

BZ: Der kann gut oder weniger gut funktionieren. Das Vertrauen hat, wenn ich das richtig beobachte, schon gelitten?
Salomon: Das ist bei so einem Wahlkampf sozusagen der Kollateralschaden.

BZ: Als Sie zum ersten Mal zum Oberbürgermeister gewählt wurden, waren Sie 41 Jahre alt. ...

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