See-Schlamm bleibt liegen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 22. Juni 2019

Freiburg

Weg am Waldsee weiter zu.

FREIBURG-WALDSEE (jex). Der südliche Weg am Waldsee bleibt bis Ende August gesperrt, weil der Schlamm aus dem See, der dort zwischengelagert wurde, noch zu feucht ist um ihn abzutransportieren. Der Waldsee war im August 2018 wegen der großen Hitze umgekippt, rund 1000 Fische starben. Daraufhin veranlasste die Stadtverwaltung, dass der Schlamm aus dem See entfernt wurde – bis Herbst 2019 sollte Fischen ein neuer Lebensraum geschaffen werden.

Im Dezember 2018 wurden rund 1000 Kubikmeter Schlamm aus dem See gebaggert und am Ufer in großen Säcken, so genannten geotextilen Schläuchen, deponiert. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) ging von sechs Monaten Trocknungszeit aus, dann hätte der Schlamm abtransportiert werden sollen. Bei der jüngsten Kontrolle am 11. Juni wurde die Masse jedoch als zu feucht und noch nicht transportfähig eingestuft. Das GuT führt das auf die Niederschläge der vergangenen Wochen zurück.

Wandernde Amphibien sorgen für Verzögerung

Ein weiterer Faktor der die Entsorgung des Schlammes verhindert, ist die Jungkrötenwanderung: Die eben zu Fröschen oder Kröten gewandelten Kaulquappen wandern im Juni und Juli massenhaft in den Bergwald. Für die 10 bis 15 Millimeter großen, geschützten Amphibien bestünde bei arbeitenden Baggern und Lkw eine zu große Gefahr.

Das GuT rechnet damit, dass der Schlamm in zwei Monaten abtransportiert werden kann. Nach dem Ende der Arbeiten sollen auch die in einem Netz geborgenen, artgeschützten Teichmuscheln (die BZ berichtete) wieder im Waldsee ausgesetzt werden.