Fest

Waltershofener Wein- und Dorffest erwischte ein Wochenende mit perfektem Wetter

Eva Opitz

Von Eva Opitz

Mo, 16. September 2019 um 18:30 Uhr

Freiburg

Am Samstagnachmittag begann der zweite Teil des insgesamt viertägigen 19. Wein- und Dorffestes in der Umkircher Straße. Alle Beteiligten freuten sich über das gute Wetter und waren zufrieden.

Im Begegnungshaus "Farrenstall" geht es kurz vor der Eröffnung des zweiten Festtages noch quirlig zu. Zurufe zum richtigen Platz für Getränkekisten, Plakate und Hinweisschilder füllen den Raum. Alle Tische sind mit Blumen geschmückt. "Wir haben auch den großen Raum geöffnet", erklärt Barbara Fiedler, stellvertretende Vorsitzende des Waltershofener Bürgernetzes "Z’sämme": "Bei uns kann man sich in Ruhe unterhalten." In der Weinlaube des Männergesangsvereins verspricht ein Lied des Schlagersängers Jürgen Drews, den Gästen einen Regenbogen zu schenken. Doch das ist zum Glück gar nicht nötig: Es bleibt bei strahlendem Sonnenschein.

Großes Angebot an Speisen und Getränken

Lauben und Stände reihen sich an der Festmeile in der Ortsmitte aneinander. "Dieses Jahr haben wir mit den Sonnenbrunnenhexen sogar noch Zuwachs bekommen", freut sich die Ortsvorsteherin Petra Zimmermann. Schon der Freitag sei ein guter Auftakt gewesen. "Wie brav müssen die Waltershofener gewesen sein, dass wir heute so schönes Wetter haben", sagt sie. Auf den Bänken haben sich immer mehr Besucher niedergelassen und genießen das große Angebot an Speisen und Getränken. Markus Engelhard, Evangelischer Dekan von Freiburg, ist der Einladung von Freunden aus Waltershofen gefolgt, was er nach eigenem Bekunden nicht bereut: "Es ist alles mit viel Liebe gemacht." Feste seien für den Gemeinsinn eines Dorfes so wichtig.

Ortschaftsrat Walter Prochnau zieht einen Karren, der schwer beladen ist mit kiloweise vorbereitetem Geschnetzelten, durch die Festmeile zum Stand der Feuerwehr. Am Stand ihres Schutzheiligen St. Florian wird alles vorbereitet für den Verkauf von Schlemmertaschen und Schupfnudeln. Mitglieder der Jugendkapelle heizen das Waffeleisen auf. Ihr Schlagzeuger David Hodapp sorgt sich, dass die Musikkapellen im Dorf zu wenig Nachwuchs haben.

Beim Stand der Fußballjugend von "Blau-Weiß-Waltershofen" bereitet Evelyn Glöckler Winzerwecken vor. Ihr Sohn, der acht-jährige Henry, habe schon mit fünf Jahren in der Blau-Weiß-Jugend gekickt. "So lang bin ich auch schon dabei", erzählt sie. Junge Leute der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) machen mit einem großen Plakat Werbung für den Tuniberglauf im Mai nächsten Jahres.

Vereine zufrieden

Auch am Sonntag sei alles gut gelaufen, bilanzierte Zimmermann dann am Montagmorgen und vor dem abschließenden Montagsprogramm: "Es war einfach voll." Alle zwölf Vereine seien zufrieden.

Das gilt auch für das Projektteam "Rahmenplan am Tuniberg" im Stadtplanungsamt, das am Sonntag die Reihe "Dialog am Bänkle" mit einer eigens mitgebrachten Bank eröffnete. "Das war für uns und die Festbesucher eine Premiere", sagte Clemens Greiner vom Projektteam. Die Reihe wird bis Ende Oktober mit Ständen auf diversen Zwiebelkuchenfesten in allen Ortschaften des Tunibergs fortgesetzt. Außerdem wird es weitere Veranstaltungen zur künftigen Entwicklung der vier Tuniberg-Stadtteile geben, etwa "Erkundungsspaziergänge" (die ersten beiden durch Opfingen und Waltershofen am Sonntag, 29. September) und "Tunibergforen" in den Bürgerhäusern (Auftakt am Dienstag, 29. Oktober in Tiengen).

"Wir arbeiten mit einem Beteiligungsbüro zusammen, das uns den ,Dialog am Bänkle’ vorgeschlagen hat, und die Idee haben wir gerne aufgenommen", so Clemens Greiner. Er und seine Kollegen hätten zu vielen Punkten des Planes Rückmeldungen, aber auch neue Stichpunkte bekommen. "Wir haben viel Lob bekommen, dass wir uns die Zeit genommen haben, auf dem Fest mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Es war ein guter Start."