Ökonom Bernhard Neumärker

Was ist für eine gerechte Ordnung nötig?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Mo, 14. Dezember 2015

Freiburg

FREIBURG FORSCHT: Der Ökonom Bernhard Neumärker versucht herauszufinden, was für eine gerechte Ordnung nötig ist – und er hat dabei Aha-Erlebnisse.

Wer eine Runde "Mensch ärgere dich nicht" spielt, weiß, worauf er sich einlässt: Die Regeln des Spiels sind bekannt. Wer die nicht mag, spielt eben einfach nicht mit. Auch Gesellschaften brauchen Regeln. Allerdings ist ein Boykott hier deutlich folgenreicher als bei einem Brettspiel. Deshalb, sagt Bernhard Neumärker, sei es sinnvoll, Grundregeln zu schaffen, die für möglichst viele Menschen akzeptabel sind. Der Ordnungspolitiker beschäftigt sich mit der Frage, wie solche Regeln und Normen beschaffen sein müssen, um für alle Beteiligten gut zu funktionieren.

Bernhard Neumärker, 52, liebt es, interdisziplinär zu arbeiten. Zurzeit sind zum Beispiel Techniker unter seinen Kollegen, im Projekt "Suslight" – Sustainable LED Lighting. Gemeinsam wollen die Wissenschaftler herausfinden, welche Eigenschaften den Menschen bei Leuchtmitteln wichtig sind – und was man tun muss, um die Menschen dazu zu bringen, die richtigen Lampen zu kaufen, nämlich die, die Strom sparen.

Um das zu erreichen, könnte man mit einer entsprechenden Steuerpolitik dafür sorgen, dass genau diese Lampen günstiger sind als die anderen. "Dieser Ansatz ist der sogenannte harte Paternalismus, hierbei wird etwas von oben herab ...

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