Gemeinde Fröhnd muss mehr an Verband zahlen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 25. Oktober 2019

Fröhnd

Friedhofsanierung belastet die Kasse / Minusgeschäft im Wald.

FRÖHND (BZ). Der Gemeinderat Fröhnd beriet den Haushaltsplanentwurf 2020 des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Schönau. Die Gemeinde Fröhnd hat demnach mit einer erheblichen Steigerung der Verbandsumlagen an den GVV um 82 700 Euro zu rechnen. Mit verursacht wird diese Erhöhung durch die verhältnismäßig hohe Anzahl von Kindern aus dem Dorf, die den Kindergarten besuchen. Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner sagte, dass die Kinder das Zukunftspotential der Gemeinde und diese Ausgaben höchst rentierlich seien. Der Gemeinderat plädiert dafür, die Unterhaltungsaufwendungen an der Friedhofskapelle in Schönau und den Neubau einer Stützmauer beim Belchen-Parkplatz zu verschieben, um die Umlagen der Gemeinde Fröhnd an den GVV abzusenken. Die Stützmauer soll der Parksituation und dem Busverkehr an der Talstation der Belchenbahn zu Gute kommen.

Gemeindewald: Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand die Zehnjahresplanung 2019 bis 2028 im Forst. Hierzu konnte Steinebrunner den Leiter des Forstbezirks Todtnau, Marco Sellenmerten, den Forsteinrichter Tom Drabinski und Revierleiter Rolf Berger begrüßen. Der Sitzung war einer fast fünfstündige Waldbegehung mit den Mitgliedern des Gemeinderats vorausgegangen. Für die kommenden zehn Jahre ist eine Einschlagsmenge von 42 370 Festmetern Holz geplant. Aufgrund hoher Anteile von hiebsreifem Holz böten die Tannenbestände ein hohes Nutzungspotential. Das Trockenjahr 2018 schwächte indes die Vitalität des Gemeindewalds insbesondere bei den Fichten. Durch die vielen Käferschäden und die Trockenheit wird mit einem Verlust von 85 000 Euro im nächsten Jahr gerechnet. Steinebrunner bezeichnete die Lage als äußerst prekär. Der Gemeinderat billigte einstimmig den Zehnjahresplan.