Bildung für den Aufstieg

FSJ und BFD beim Caritasverband Freiburg-Stadt

Do, 18. Februar 2021 um 10:51 Uhr

Anzeige Jährlich machen viele junge Menschen ihr Freiwilliges Soziales Jahr oder ihren Bundesfreiwilligendienst – kurz FSJ und BFD – beim Caritasverband Freiburg-Stadt.

René (24) und Valentin (22) haben ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einer Einrichtung der Wohnungslosenhilfe beim Caritasverband Freiburg-Stadt absolviert. Kurz vor Ablauf ihres Freiwilligendienstes haben sie über ihre Erfahrungen Auskunft gegeben.

Valentin, warum absolvieren Sie ein FSJ?
Valentin: Ich möchte Soziale Arbeit studieren, aber bevor ich ins Studium starte, wollte ich erst sichergehen, dass der soziale Bereich auch für mich passt.

Wie sind Sie auf den Bereich Wohnungslosenhilfe gekommen?
Valentin: Ich hab mich zuerst im Internet informiert, was man machen kann und bin auf der der Seite des Caritasverbandes Freiburg-Stadt gelandet. Und hab mich da einfach mal beworben. Dann wurde ich eingeladen, da gab’s dann verschiedene Möglichkeiten, und Wohnungslosenhilfe hat sich gleich sehr spannend angehört. Deshalb hab’ ich im Haus St. Gabriel hospitiert und dann war schnell klar, dass ich das machen will. Ich hab’ gespürt, dass das ein Ort ist, an dem ich auch was für mich, fürs Leben, mitnehmen kann.

René und Valentin, was sind Ihre Aufgaben im Haus St. Gabriel?
René: In erster Linie sind wir den ganzen Tag präsent und ansprechbar. Konkret unterstützen wir die Bewohnerinnen und Bewohner bei bestimmten Arbeiten, zum Beispiel bei Putzdiensten. Dann kümmert sich immer einer von uns ums Frühstück, vom Einkaufen bis Vorbereiten.
Valentin: Und dann versuchen wir ab und zu, auch was außer der Reihe zu machen: Pizza zu backen, einfach mal etwas Besonderes, damit die Leute spüren, dass sich etwas tut im Haus.

Haben Sie bei Ihren Aufgaben eigenen Gestaltungsspielraum?
René: Ja, wir bekommen da großen Freiraum. Das ist super. Wir versuchen auch, die Bewohner mal in die Küche zu locken und miteinzubinden. Wenn jemand nach Jahren zum ersten Mal wieder in einer ordentlichen Küche steht, selbst etwas zubereitet und merkt: Hey, da geht ja was. Ich kann für mich und andere was kochen.

Valentin, haben Sie durch Ihre Arbeit im Haus St. Gabriel etwas gelernt oder über sich herausgefunden?
Valentin: Ich bin auf jeden Fall sicherer geworden, selbstbewusster, würde ich sagen. Im Kontakt mit anderen Menschen. Auch so dieses Gefühl: Was soll noch kommen? Also, dass Gefühl, dass ich mit jeder Situation irgendwie umgehen kann.

Und hat sich durch das FSJ ihr Studien- oder Berufswunsch verändert oder konkretisiert?
Valentin: Ja, ich kann mir jetzt sehr gut vorstellen, Soziale Arbeit zu studieren.

Und René, wie geht es für Sie weiter?
René: Ich möchte auf jeden Fall weiter mit Menschen arbeiten. Aber eher im Tourismus. Ich habe mich schon beworben und warte auf eine Zusage.
Caritasverband Freiburg-Stadt e. V.

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