Der Darm als Farm

Karin Bundschuh

Von Karin Bundschuh

Mo, 14. Juli 2014

Gesundheit & Ernährung

„Bester Freund und größter Feind“ – im Rahmen der Reihe Abendvorlesung widmen sich die Uniklinik Freiburg und die Badische Zeitung dem Verhältnis zwischen dem Menschen und seinen Mikroben. In Teil 1 geht es um die Wohngemeinschaft Darm und die Frage, warum wir ohne Keime nicht leben können.

Sie sind unsichtbar und gelten als genauso unappetitlich wie unbeliebt. Trotzdem sind sie in den vergangenen Jahren zu einem der Lieblingsobjekte der Lebenswissenschaftler geworden. Die Erforschung des menschlichen Mikrobioms, also der Bakterien, Viren und Pilze, die auf und im menschlichen Körper leben, boomt.

Neben Haut, Mund, Rachen, Nase Scheide, Harnblase und Harnleiter beherbergt vor allem der Darm eine schier unvorstellbare Zahl an Mikroorganismen. Mehr als 100 Billionen Bakterien siedeln dort und Wissenschaftler wie der Freiburger Mediziner Peter Hasselblatt, Leitender Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin II der Uniklinik Freiburg, sprechen von einem wahren Forschungshype rund ums Darmmikrobiom.

Immer länger wird die Liste der Erkrankungen, an denen dieses komplexe Ökosystem in irgendeiner Weise beteiligt sein soll: Ganz oben stehen entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes, Darmkrebs und Fettleibigkeit, aber auch Herz-Kreislauferkrankungen; Multiple Sklerose und Depressionen sollen vom Darmmikrobiom beeinflusst werden. Diabetes, Krebs, Depression – überall spielen angeblich
die Darmkeime eine Rolle

Dabei verläuft das Zusammenleben zwischen Bakterien und Mensch normalerweise harmonisch und zum gegenseitigen Nutzen. Gegen Kost und Logis verrichten die Darmbakterien wichtige Arbeiten für ihren Gastgeber, die der selbst nicht ...

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