Gesundheit & Ernährung

Erhöhte Tumormarker sind noch kein Grund zur Panik

Michael Heilemann

Von Michael Heilemann

Mo, 08. März 2010

Gesundheit & Ernährung

Die Bedeutung des Tumormarkers wird häufig überschätzt. Von erhöhten Werten lässt sich nicht zwingend auf einen Tumor schließen. Patienten sollten sich nicht verrückt machen lassen.

Mein Tumormarker ist gestiegen, was soll ich tun? Mit solchen Fragen verängstigter Patienten, die bei der Hotline des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer (CCCF) an der Universitätsklinik Freiburg anrufen, ist Hartmut Henß häufig konfrontiert. Der Arzt und medizinische Geschäftsführer der Einrichtung muss dann oft genug auch Missverständnisse ausräumen. Denn die Bedeutung der Tumormarker werde vielfach überschätzt. Sein Rat an die Patienten: sich nicht verrückt machen lassen.

Die Rede ist von kryptischen Kürzeln wie CEA, CA 15-3, CA 19-9, AFP, HCG, PSA oder NSE. Die vollen Namen sind die reinsten Zungenbrecher, die nur Molekularbiologen und Onkologen geläufig sind. Der Patient, der von der Materie meist gar nichts versteht, hält sich an das Wort Tumormarker – ein ebenso suggestiver wie irreführender Begriff. "Er legt nahe, man könnte durch eine Blutanalyse zuverlässig feststellen, ob und wie viel bösartiges Gewebe in einem Menschen drin ist. Und das stimmt so nicht", sagt Henß.

KAUM ECHTE SPEZIALISTEN

Der Name verspricht etwas, was er nicht hält: Zielgenauigkeit. "Es gibt keinen Tumormarker, von dem man eindeutig auf eine bestimmte Krebserkrankung ...

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