Winzer und Landepolitiker wollen Verlängerung des Anbaustopps für Reben

Christian Ringwald

Von Christian Ringwald

Do, 28. Oktober 2010

Glottertal

Winzer und Landepolitiker treten entschieden für eine Verlängerung des Anbaustopps für Reben ein / Vor-Ort-Termin in Glottertal.

GLOTTERTAL. Was bedeutet der für 2015 vorgesehene Fall des "Anbaustopps" für den badischen Weinbau allgemein und insbesondere für Extremlagen wie den "Roten Bur" im Glottertal? Um dies vor Ort deutlich zu machen, lud der Freiburger CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Schüle seine Landtagskollegen aus dem Arbeitskreis "Ländlicher Raum" samt dem zuständigen Fachminister Rudolf Köberle ins Glottertal ein. Fazit: Das Land will darauf drängen, dass der Ausbaustopp verlängert wird.

Mit Ausbaustopp wird das geltende Verbot benannt, außerhalb der bestehenden und anerkannten Anbauflächen zusätzlich Wein anzubauen. Dieses Verbot soll jedoch im Zuge der allgemeinen Änderung der europäischen Agrarmarktordnung im Jahr 2015 aufgehoben werden; eine Verlängerung ist laut Gesetz bis 2018 möglich. Wenn aber auf allen Flächen nach Gutdünken Wein abgebaut werden kann, dann, so die Befürchtung der Winzer und auch vieler Politiker, dürfte der Weinmarkt völlig umgekrempelt werden.

Möglicherweise würden große Agrarkonzerne auf großen und leicht zu bearbeitenden Flächen (wie etwa der Rheinebene) Wein in großen Mengen anbauen und so die Existenz vieler Winzer gefährden.

Auch die Steillagen des Glottertals, auf denen Spitzenweine gelesen ...

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