Ein Dorffest mit kurzen Wegen

Peter Schütz

Von Peter Schütz

Mo, 15. Juli 2019

Görwihl

In Rüßwihl haben die Organisatoren das Fest auf den Schulhausplatz konzentriert / Neuerung kam bei den Besuchern gut an.

GÖRWIHL-RÜSSWIHL. Das hat doch gepasst: Am Rüßwihler Dorffest stimmte wieder mal alles. Party am Freitag, Kindernachmittag am Samstag, Blasmusik am Sonntag – am Wochenende war für jeden Geschmack etwas dabei. Sogar das Wetter spielte voll und ganz mit. Drei Dorfvereine – Feuerwehr, Chrutschlämpezunft und Landjugend – hatten ein zünftiges Fest auf die Beine gestellt, mit viel Musik, Unterhaltung und einer großen kulinarischen Auswahl.

Ein bewährtes Rezept, das noch jedes Jahr gezogen hat. Aber einen Unterschied gab es: Das Fest fand diesmal ausschließlich auf und um den Schulhausplatz herum statt. Kein Steakhouse mehr, keine Kaffeestube am Rand. Das dreitägige Dorffest präsentierte sich, zumindest aus geografischer Sicht, komprimiert mit kurzen Wegen. "Wir wollten etwas Neues probieren", erklärte Christina Schrieder, seit 2014 Leiterin vom Dorffest-Komitee, "außerdem wollten wir das Festzelt mehr beleben".

Die Besucher lobten die neue Ausrichtung

Die Idee kam gut an, die Besucher lobten die neue Ausrichtung. "Alles übersichtlicher jetzt", war zu hören, "alles näher beieinander". Da war das Motto der Veranstalter nicht aus der Luft gegriffen: ZweitausendNEUnzehn bringt NEUerungen. Den Auftakt machte am Freitagabend die Partynacht mit DJ Base-T im Festzelt. Tags darauf stand der Nachwuchs im Mittelpunkt. Beim Kinder-Songcontest "RSDS – Rüßwihl sucht den Superstar" zeigten die Stars von morgen ihr musikalisches und tänzerisches Können. Dafür gab es viel Applaus. Silber gelockte Mädchen, Szenen vom Strand, reichlich Kostümwechsel sogar während eines Auftrittes und natürlich freche Texte machten gute Laune – ein gelungener Einstieg in das Samstagsprogramm. Das am Abend die Band 7Sins auf der Bühne fortsetzte. Am Sonntag spielte Blasmusik quasi die erste Geige. Nach dem Gottesdienst, den der Frauenchor Niederwihl umrahmte, unterhielten die Trachtenkapelle Niederwihl, die Hotzenwald-Bauernkapelle Görwihl und die Großformation "Soundstoff" das Publikum. Über Mittag brummte die Küche, die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun. Das kulinarische Angebot war immens: In der Schwarzwald-Hütte gab es Rösti und Badisches Dreierlei, Wurstsalat und Schnitzelwecken, ein paar Schritte weiter lief der Pizzaofen heiß, während eine Etage darunter Salate serviert wurden. Das Angebot reichte also locker, um drei Tage lang über die Runde zu kommen.

Weitere Bilder gibt es im Internet unter http://www.badische-zeitung.de