Jubiläum

Die Gottenheimer Firma Sensopart stellt seit 25 Jahren Industriesensoren her

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Do, 04. Juli 2019 um 13:38 Uhr

Gottenheim

Die Gottenheimer Firma Sensopart ist seit 25 Jahren weltweit auf dem Gebiet der Industriesensorik tätig. Bei einem Festakt hat Gründer Theodor Wanner die Geschäftsfelder der Zukunft vorgestellt.

GOTTENHEIM. Mit einem Festabend, einer öffentlichen Hausmesse, einer Podiumsdiskussion und einer Woche voll mit Fortbildungen und Präsentationen feierte der in Gottenheim und Wieden beheimatete Sensoren-Hersteller Sensopart jetzt sein 25-jähriges Firmenbestehen.

"Eines der wichtigsten Zukunftsthemen ist die Robotik, insbesondere im Bereich Medizin und Servicedienstleistungen. Hier sind immer mehr Kameras und Sensoren nötig", betonte Theodor Wanner, Gründer und Geschäftsführer von Sensopart, in seinem Impulsvortrag am "Innovation Day", der von einer Hausmesse begleitet wurde. Im Festzelt am Sitz der gut 240 Mitarbeiter zählenden, weltweit tätigen Firma stellten diese sowie neun Anwender ihre Produktpalette vor, unter anderem Roboter-Hersteller und Industrie-Anwender, aber auch die Hochschule Offenburg als wissenschaftlicher Partner.

Firmenchef Wanner, der die Firma vor 25 Jahren aus der Insolvenzmasse eines in Wieden beheimateten Vorgängerunternehmens gegründet hatte, nutze die Gelegenheit auch, um in dem Vortrag "Sensorik und Bildverarbeitung im Sog des technologischen Fortschritts" auch auf die Anfänge seiner Firma und deren Entwicklungen zurückzublicken. Anfang der 1990er Jahre, als man mobil nur mit großen Apparaten im C-Netz im Auto telefonieren konnte, seien auch die Sensoren noch größere und seltene Geräte gewesen.

Doch wie beim Mobiltelefon, das heute einen elektronischen Massenmarkt beherrsche, hätten sich auch die Sensor-Systeme deutlich verkleinert und seien leistungsfähiger geworden. Heute habe ein üblicher Industriesensor nur noch die Größe eines Stücks Würfelzucker. Die Massenmärkte in der Konsum-Elektronik, aber auch neue Entwicklungen wie das autonome Fahren trieben heute die Entwicklung an, betonte Wanner. Immer mehr gehe es darum, Sensortechnik mit Bildverarbeitung zu kombinieren. Modernere und schnellere Datenverarbeitung per Computer mache es zudem möglich, die Massen von Daten auch unmittelbar auszuwerten, was etwa für ein selbstfahrendes Auto unerlässlich sei.

Eine Besonderheit der Sensopart-Produkte sei zudem eine große Tiefenschärfe der optischen Sensoren. So könne man Lage, Art, Farbe und Beschaffenheit eines Werkstücks oder Zubehörteils auch dann noch zuverlässig erkennen, wenn es sich nicht exakt in Position oder in unterschiedlicher Entfernung befinde.

Diskussion über Anforderungen der Zukunft

Mit weiteren Entwicklungen rechnet der promovierte Ingenieur Wanner, der seine Firma dieses Jahr seinem Sohn Thorsten Wanner übergeben möchte, bei den immer besser werdenden Bildchips, den Leuchtdioden, der preiswerter werdenden 3-D-Technologie und einer einfacheren Anwendung der Technik.

In der Jubiläumswoche wurde das Sensopart-Verwaltungsgebäude zum Schulungszentrum umgebaut. Kunden, Vertriebspartner und Freude des Unternehmens wurde in Workshops geschult und mit den neuesten Produkten des Hauses vertraut gemacht.

Höhepunkt war die Podiumsdiskussion "Sensorik und Bildverarbeitung 2030", in der namhafte Wissenschaftler und Vertreter aus der Industrie über die Anforderungen an Industriesensoren der Zukunft diskutierten.