Richtfest

In Grenzach-Wyhlen entstehen 30 geförderte Wohnungen

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Do, 10. Oktober 2019 um 11:58 Uhr

Grenzach-Wyhlen

Die Wohnanlage an der Gartenstraße in Wyhlen feiert Richtfest: In zwei Neubauten entstehen 60 neue Wohnungen. Die Hälfte des Wohnraums wird für 6,50 Euro kalt vermietet.

Es ist ein Schritt hin zu einer attraktiven Ortsmitte von Wyhlen: Die Baugenossenschaft Grenzach-Wyhlen hat am Donnerstag Richtfest für den Neubau der Wohnanlage an der Gartenstraße gefeiert. Mit dabei waren beteiligte Handwerker, Planer, Vertreter der beteiligten Banken, der Gemeinderat und befreundete Genossenschaften.

Der Neubau der zwei baugleichen Häuser der Wohnanlage besteht aus jeweils 30 Wohnungen, wobei die Hälfte der Wohnungen über das Landeswohnraum-Förderungsprogramm gefördert werden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass 30 Wohnungen für geringverdienende Menschen zur Verfügung stehen. Voraussetzung ist, dass sie Mitglied in der Baugenossenschaft Grenzach-Wyhlen sind oder werden und einen Wohnberechtigungsschein vorlegen können. Die Kaltmiete für die geförderten Wohnungen soll bei 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen, sagte der Geschäftsführer der Baugenossenschaft, Daniel Kuny, während des Richtfestes. Dass ein Teil der Wohnungen sozial vermietet wird, war Bedingung der Gemeinde, als sie der Baugenossenschaft das Grundstück günstig zur Verfügung stellte.

60 Wohnungen auf 4670 Quadratmeter Wohnfläche

Mit zur neuen Wohnanlage, die auf einem nahezu 4500 Quadratmeter großen Grundstück ihrer Fertigstellung entgegensieht, zählt eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen. Die Wohnfläche der Anlage umfasst insgesamt 4670 Quadratmeter. Aufgeteilt sind die 60 Wohnungen in drei Größen: zwölf Zweizimmer-Wohnungen mit etwa 60 Quadratmetern Wohnfläche, 38 Dreizimmer-Wohnungen mit rund 75 Quadratmetern Wohnfläche sowie zehn Vierzimmer-Wohnungen mit etwa 90 Quadratmetern Wohnfläche.

Nach Auskunft der Baugenossenschaft sind alle Wohnungen in gleicher Qualität ausgeführt, etwa mit Holz-Alu-Fenstern. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Wärmepumpenanlage in Verbindung mit einer Fußbodenheizung, die Warmwasserversorgung wird von einer thermischen Solaranlage unterstützt.

Hinzu kommt, dass alle Wohnungen per Aufzug barrierefrei erreichbar sind, zehn Wohnungen erhalten außerdem breitere Türen, damit diese mit dem Rollstuhl einfacher zugänglich sind. Vermietet werden die Wohnungen mit Einbauküchen und auch ein Außenbereich mit einem Kinderspielplatz steht nach der Fertigstellung zur Verfügung.

Die Baukosten beziffert die Baugenossenschaft auf 14 Millionen Euro. Der geplante Termin zur Fertigstellung des ersten Gebäudes ist für September 2020 geplant. Das zweite Gebäude soll im März 2021 bezugsfertig sein.

Ein Schritt in Richtung Neue Mitte Wyhlen

Voll des Lobes über das Engagement der Baugenossenschaft, die in enger Abstimmung mit der Gemeinde das Neubauprojekt realisiert, zeigte sich beim Richtfest Bürgermeister Tobias Benz. Er lobte das Projekt als wichtigen und attraktiven Schritt für die Realisierung der Neuen Mitte Wyhlens. Erfreut zeigte er sich, dass das Vorhaben auch in wirtschaftlicher Hinsicht darstellbar ist.

Gleichzeitig betonte er die Bedeutung von Neubauvorhaben für die Gemeinde, die im Zuzugsbereich der grenzüberschreitenden Regio liegt. Über die Komplexität des Bauvorhabens informierten während des Richtfestes der Geschäftsführer der Baugenossenschaft, Daniel Kuny, und der ausführende Architekt Rolf Rode. Beide lobten die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, auch im Hinblick auf die Anpassung des Bebauungsplans und auf das Entgegenkommen beim Stellplatzschlüssel. Dankesworte richteten sie an Bauleiter Markus Braun und an die beteiligten Handwerksbetriebe.

Den Richtspruch sprach Philipp Gersbacher von der gleichnamigen Baufirma im Versmaß. Er rief den Gästen des Richtfestes zu: "Hoch lebe die Bauherrschaft, die uns viel Arbeit hat verschafft. Den Baugenossen gebührt der Dank, dafür nehm ich diesen Trank." Die Bauherren ließ er entsprechend hochleben.