Reaktion auf Corona-Krise

Grohe meldet Kurzarbeit für Lahrer Werk an

Karl Kovacs

Von Karl Kovacs

Do, 09. April 2020 um 16:05 Uhr

Wirtschaft

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf den Sanitärarmaturenspezialisten Grohe. Im Lahrer Werk wird kurz gearbeitet.

Der Hersteller von Armaturen und Sanitärprodukten Grohe hat für die drei Werke in Deutschland "die Produktionspläne und Abläufe angepasst", wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Angestellten im Lahrer Werk sind nach Informationen unserer Zeitung seit dem 1. April in Kurzarbeit beschäftigt. Das Werk soll deshalb in der kommenden Woche geschlossen bleiben. Wie lang die Kurzarbeit dauern soll, ist nicht bekannt. Die Firma beschäftigt in Lahr nach eigenen Angaben etwa 750 Menschen.

Noch weitreichendere Maßnahmen gibt es im Grohe-Werk in Albergaria(Portugal). Dort ist der Betrieb seit dem 30. März komplett ausgesetzt, wie das Unternehmen schreibt. Geplant ist, die Arbeit ab dem 12. April wieder aufzunehmen.

Weltweit beschäftigt Grohe rund 6000 Menschen, davon 2400 in Deutschland. Der Jahresumsatz 2018 lag bei etwa 1,23 Milliarden Euro. Seit 2014 gehört Grohe zur japanischen Lixil Group. Grohe ist nicht identisch mit dem Unternehmen Hansgrohe, das ein deutscher Armaturenhersteller aus Schiltach ist.