Große Fahndungsaktion mit Militärhubschrauber am Hochrhein

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 19. Juni 2019

Bad Säckingen

Gemeinsamer Einsatz der Bundespolizei Weil am Rhein, des Polizeipräsidiums Freiburg und der Eidgenössischen Zollverwaltung.

HOCHRHEIN (BZ). Ein gemeinsamer Fahndungseinsatz der Bundespolizei Weil am Rhein, des Polizeipräsidiums Freiburg und der Eidgenössischen Zollverwaltung hat am Samstag stattgefunden. Das teilt die Bundespolizei am Dienstag mit. Diese Fahndungsaktion im grenznahen Raum zu Frankreich und zur Schweiz wurde mit dem Einsatz eines Helikopters der Schweizer Luftwaffe organisiert. Es fanden auch Kontrollen auf Schweizer Hoheitsgebiet statt. Ziel war es, die unerlaubte Migration zu verhindern, die grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen und illegalen Schmuggel von Waren und verbotenen Gegenständen aufzudecken. Die Beamten wurden mit dem Hubschrauber zu unterschiedlichen Kontrollpunkten gebracht. "Durch diesen flexiblen Kräfteeinsatz konnten diese innerhalb kürzester Zeit in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Waldshut sowie in der Schweiz mobile Kontrollstellen einrichten und eine Vielzahl von Personen und Fahrzeugen überprüfen", schreibt die Bundespolizei. Die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Sicherheitsbehörden habe zum Erfolg gebührt. In Obersäckingen wurde ein ausländischer Staatsangehöriger mit gefälschtem Führerschein festgestellt. Er muss nun mit einer Anzeige aufgrund Urkundenfälschung, Verschaffen von falschen Ausweisen und Fahren ohne Fahrerlaubnis rechnen. Er war nicht der einzige, der sich wegen dieses Verkehrsdelikt verantworten muss.

Zwei weitere Fahrer wurden an unterschiedlichen Kontrollorten beim Fahren ohne Führerschein ertappt. Insgesamt wurden zudem drei Personen festgestellt, welche ihr Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln führten. Ein syrischer Staatsangehöriger reiste ohne erforderliche Dokumente nach Deutschland ein, weshalb sich dieser nun aufgrund Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz verantworten muss. Weiterhin führten die Kontrollen zu mehreren Feststellungen von Personen, die zur Fahndung ausgeschrieben waren. Auch Verstöße aufgrund verbotener Gegenstände konnten aufgedeckt werden.

Bei einer Person wurde ein Butterflymesser, bei einer weiteren Person ein Einhandmesser aufgefunden. An unterschiedlichen Örtlichkeiten wurden Personen kontrolliert, welche sich wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen. Auch auf Schweizer Hoheitsgebiet seien die Fahndungsmaßnahmen nicht ohne Erfolg geblieben. So wurde dort unter anderem ein Fahrzeug kontrolliert, in welchem 1,2 Kilogramm Kokain aufgefunden wurden. Der Fahrer dieses Fahrzeugs wurde der Kantonspolizei Aargau übergeben.

Des Weiteren wurden in der Schweiz eine Urkundenfälschung und ein Verstoß aufgrund Fahrens ohne Fahrerlaubnis festgestellt. "Dieser erfolgreiche Einsatz zeigt ein weiteres Mal, dass sich diese dynamische Form der Grenzfahndung mit dem Einsatz von Polizeihubschraubern bewährt", so die Bundespolizei.