Albert-Schweitzer-Gymnasium

Gundelfinger Schüler überzeugen mit einem lebendigen Theaterstück

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 12. Juni 2019 um 15:00 Uhr

Gundelfingen

Das Junge Theater des Gundelfinger Gymnasiums präsentiert das Stück "Im weißen Rössl". Musikalisch untermalt durch ein kleines Orchester interpretiert die Gruppe eine verworrene Liebesgeschichte.

Charmant und temporeich bringt das Junge Theater des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Gundelfingen den Singspiel-Klassiker "Im weißen Rössl" auf die Bühne. Mit nur wenigen Requisiten und einem kleinen Orchester, voller Spielfreude und mit viel Herzblut interpretiert die Gruppe, bestehend aus Acht- bis Zwölftklässlern, unter der bewährten Leitung von Constanze Fuhrmann die Geschichte rund um Irrungen und Wirrungen in der Liebe.

Ständig passiert etwas Unerwartetes

Von der ersten Minute an wird der Zuschauer verzaubert von der Lebendigkeit des Spiels, muss jeden Augenblick des Sehens auskosten, denn immerzu passiert etwas Neues, Unerwartetes auf der Bühne. Im Stück geht es um Leopold, Oberkellner im "Weißen Rössl" (nicht zu übertreffen: Benjamin Becker), der sich unsterblich in seine Wirtin Josepha (kokett: Elisabeth Heigold) verliebt hat, während diese nur Augen für den Rechtsanwalt Doktor Siedler (sehr überzeugend: Stephan Melcher), einen ihrer Stammgäste, hat.

Dieser jedoch sieht sich im Urlaub mit einem ganz anderen Problem konfrontiert: Dem mürrischen Unternehmer Wilhelm Giesecke (wunderbar berlienernd: Simon Eisenblätter), Gegner seines Klienten im Rechtsstreit um ein Patent, welcher dementsprechend schlecht auf den Juristen zu sprechen ist. Um den Konflikt zu lösen, will Giesecke seine Tochter Ottilie (akrobatisch: Eva Reber) mit Sigismund Sülzheimer (mit echter Glatze: Simon Zarbock), dem Sohn seines Kontrahenten, verheiraten, jedoch verlieben sich in der Zwischenzeit nicht nur Ottilie und Siedler ineinander, auch Sülzheimer hat bereits ein Auge auf das schüchterne Klärchen (wundervoll: Amelie Dunkel) geworfen.

Orchester untermalt musikalisch das Bühnengeschehen

Diese Konflikte gilt es also zu lösen und bevor es schließlich zum Happy End kommen kann, muss noch einiges geschehen: Es wird getanzt, die bekannten Melodien werden zum besten gegeben, der österreichische Kaiser (Nils Hermeier) taucht auf und Sülzheimer lüftet seinen Hut. Emotionale Szenen wechseln sich ab mit heiteren Massenauftritten, die insbesondere von den Nebenrollen entscheidend mitgetragen werden. Das Geschehen wird vom Orchester (feinfühlig arrangiert von Janine Dömeland) musikalisch untermalt und die Gesichter (Maske: Wilfried Kuhn) von der Technik-AG ins Licht gesetzt.

Nach drei Aufführungen innerhalb einer Woche verlassen rundherum begeisterte Zuschauer den Raum und so manch einen hört man dabei die Titelmelodie "Im weißen Rössl" summen.

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