Süße Siege und bittere Stunden

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Von BZ-Redaktion & Werner Hornig

Di, 22. Oktober 2019

Südbadenliga

Todtnaus Südbadenliga-Handballerinnen rehabilitieren sich mit Kantererfolg / Landesliga-Coach Andris: Niederlage von Maulburg/Steinen "tut einfach weh".

LÖRRACH (BZ/who). Es war ein Spieltag der Gegensätze: In der Südbadenliga überzeugten Todtnaus Handballerinnen, während die HSG Dreiland enttäuschte. Bei den Landesliga-Männern verlor Maulburg/Steinen unglücklich, wohingegen Dreiland gewann.

TV Todtnau – SV Allensbach II 30:19 (18:8). Dass die Abfuhr beim BSV Sinzheim (25:39) nur ein Ausrutscher gewesen sein klann, bewies Aufsteiger Todtnau binnen vier Tagen: Am Donnerstag zog der TVT durch den 38:26-Sieg beim HSC Radolfzell (Bezirksklasse) ins südbadische Pokal-Halbfinale ein und fuhr am Sonntag seinen zweiten Südbadenliga-Sieg ein. Gegen Allensbach II setzten die Gastgeberinnen die defensiven Vorgaben um, agierten im Angriff zielstrebig und konsequent – das nötige Wurfglück inklusive. Nach dem Siebenmetertor von Corinna Heitz führte Todtnau nach 23 Minuten bereits zweistellig (16:6). Zwar bewirkten die Gäste in der zweiten Hälfte mit einer Abwehrumstellung einen kleinen Bruch im TVT-Spiel, doch brachte das Suevo-Team den deutlichen Heimerfolg souverän über die Zeit.

Tore TVT: Sabrina Gruber 9, Wißler 9, Heitz 3/2, Celina Gruber 2/1, Lais 2, Oster 2, Waßmer 2, Walleser 1. Spielfilm: 2:2 (3.), 7:3 (10.), 12:5 (17.), 16:6 (23.), 18:8 – 20:9 (33.), 23:13 (38.), 24:17 (49.), 29:17 (55.), 30:19.


HSG Dreiland – TuS Ottenheim 26:28 (11:16). In der vergangenen Saison verlor Dreiland sein erstes Spiel am 13. Spieltag, in dieser Runde erwischte es die HSG bereits in der dritten Partie. Gegen Ottenheim waren die Mängel des Weber-Teams im Passspiel, Abschluss und in der Defensive im ersten Abschnitt gravierend. Die Gäste hielten die HSG konstant zwischen vier und sechs Toren auf Abstand, nach 54 Minuten schien die Partie entschieden (27:21). Dann aber drehte die HSG auf, 74 Sekunden vor dem Ende traf Ana Bojic zum 25:27. Doch kam das Aufbäumen zu spät, Ottenheim besiegelte mit dem 28. Treffer seinen Sieg.

Tore HSG: Winzer 6, Wollschläger 6/3, Bojic 4, Knössel 4, Darius 2, Huber 2, Milenkovic 2. Spielfilm: 0:2 (6.), 2:6 (12.), 8:11 (21.), 9:16 (29.), 10:16 – 13:17 (35.), 15:21 (42.), 18:24 (48.), 21:27 (54.), 25:27 (59.), 26:28.


SG Maulburg/Steinen – TV St. Georgen 31:32 (16:13). SG-Coach Frank Andris war untröstlich: "Das war eine der bittersten Niederlagen, die ich je erleben musste." Maulburg/Steinen lag nach 44 Minuten mit 25:20 vorn, dann aber "sind wir von unserem Matchplan abgewichen, haben in der Schlussphase nicht mehr abgeklärt gespielt", bemängelte Andris. Ein weiterer Faktor laut SG-Coach: die beiden Schiedsrichter, "sie haben nicht schlecht gepfiffen, aber bei den beiden Roten Karten lagen sie völlig daneben". Mit Jakob Tiedtke (44.) "war es der falsche Mann, den sie vom Platz gestellt haben", klagte Andris, dessen Rückraum auseinandergerissen war. In der dramatischen Schlussphase holte die SG bis 18 Sekunden vor dem Ende zwei Tore auf – und kassierte fünf Sekunden vor der Sirene per Siebenmeter das 31:32. Durch die Niederlage bleibt der Aufsteiger auf Rang zwölf. "50 Minuten haben wir alles richtig gemacht, am Ende aber ab und zu die falschen Entscheidungen getroffen", so Andris, der konstatierte: "Das tut einfach weh."

Tore SG: Knoblich 11, Leuchtmann 6/1, Hess 5/3, Waidele 3, Tiedtke 3, Eichin 1, Reiss 1, Fritz 1. Spielfilm: 4:4 (8.), 7:7 (16.), 10:10 (23.), 16:13 – 20:17 (36.), 28:24 (49.), 29:29 (56.), 29:31 (58.), 31:31 (60.), 31:32.


HSG Dreiland - TuS Ringsheim 26:24 (13:12). Als Jan Knössel 30 Sekunden vor Spielende zum 26:23 traf, erlöste er seine HSG vom Zittern um den zweiten Saisonsieg. In einer ausgeglichenen, über weite Strecken zähen Partie hatte Dreiland mit einem unbequemen Gegner und dessen aggressiver Spielweise seine Probleme. Auch weil das Bojic-Team im Abschluss erneut fahrlässig agierte, blieb Ringsheim im Spiel und ging in der 49. Minute erstmals in Führung (21:20). Mit einem 5:0-Lauf zum 26:23 drehte die HSG die Partie in den Schlussminuten und rangiert als Achter nun im Landesliga-Mittelfeld.

Tore HSG: Welte 9/2, Ludwig 8, Knössel 4, Bödeker 2, Schamberger 2, Hopp 1. Spielfilm: 3:3 (7.), 8:4 (14.), 10:9 (19.), 12:11 (25.), 13:12 – 15:12 (35.), 17:17 (43.), 20:20 (48.), 21:23 (54.), 24:23 (57.), 26:24.