HANDBALL

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Von Peter Schaub, BZ-Redaktion, Lars Blümle, Stephanie Maier-Straubmüller & Philip Kugler

Mo, 09. März 2020

Südbadenliga

SÜDBADENLIGA

Alles unter Kontrolle

HGW Hofweier – SG Köndringen/Teningen II 33:26 (19:13) (pau). Es schien zu Beginn, als wollte der HGW Hofweier die Gäste an die Wand spielen: 9:2 hieß es nach elf Minuten. Die Breisgauer fanden gegen die leidenschaftlich arbeitende Abwehr des HGW kein Mittel. Doch im Überschwang der Überlegenheit schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, und die SG verkürzte durch einfache Gegentore auf 9:5. Doch schon beim 12:5 hatte Hofweier die Verhältnisse wieder zurechtgerückt. Der zweite Spielabschnitt brachte nichts Neues. Der HGW ließ nichts mehr anbrennen. Zudem sah Christian Hefter (37.) die Rote Karte. Beim Strafwurf war der Ball am Kopf von Mark Herbert gelandet. Danach kontrollierte der HGW die Partie. Dessen Co-Trainer Boris Schnak sagte: "Insgesamt haben wir uns wesentlich verbessert gezeigt und richtig gut präsentiert. Darauf lässt sich aufbauen."

HGW Hofweier: Wildt, Spraul, Barbon 3, Blasius 2, Schade 1, Herbert, Isenmann 5, Bächle 4, Ehret, Knezovic 7/1, Volk 3, Dittrich 8/1. Spiel-Film: 9:2 (12.), 12:5 (19.), 15:8 (24.), 19:13 – 21:14 (36.), 26:19 (49.), 33:26.

Siegreich ohne Sieben

TuS Oberhausen – HC Hedos Elgersweier 18:19 (6:10) (dav). Sieben Spieler fehlten dem HCH, trotzdem holte er beim Tabellenschlusslicht zwei wichtige Zähler. Angeführt von einem bärenstarken Christoph Plschek im Tor, einem gut aufgelegten René Junker und einer überzeugenden Willensleistung holte sich das Team von Trainer Simon Herrmann diesen Auswärtssieg. Der HCH startete vor allem in der Defensive kompakt und schaffte somit die Basis zur Führung zur Pause. Nach dem Seitenwechsel schraubten die Gäste binnen weniger Minuten das Resultat auf 8:14 (38.). Der TuS hielt jedoch dagegen und schaffte gut eine Minute vor dem Ende gar den 18:18-Ausgleich, ehe Oliver Stehle mit dem letzten Wurf der Begegnung den HCH erlöste.

HC Hedos Elgersweier: Plschek, Waidele; Hackl 3, Sieverding, S. Räpple 4/2, Oehler 2, Junker 7/3, Sälinger, Vetter, Scavelli, Stehle 2, Kreutler 1. Spiel-Film: 3:7 (22.), 6:8 (28.) , 6:10 – 8:14 (38.), 12:15 (43.), 15:18 (55.), 18:18 (59.), 18:19.

20 Minuten mitgehalten

TuS Altenheim – TuS Steißlingen 24:36 (11:17) (pku). Die Altenheimer verloren gegen den Spitzenreiter verdient. Nur 20 Minuten hielt die Mannschaft von Trainer Michael Schilling mit. Bis zum 9:10 war die Begegnung sehr ansehnlich und ein offener Schlagabtausch. Dann ließen die Altenheimer zu viele freie Chancen ungenutzt, die Abwehr fand keinen Zugriff auf die Gegenspieler, so dass die Hegauer bis zur Pause davonzogen. Danach ließ der Favorit keine Zweifel mehr aufkommen. Nach 39 Minuten stand es 14:24. Der Rest der Begegnung war Schaulaufen. "Wir haben keine gute Partie gezeigt und müssen neidlos einen Klassenunterschied anerkennen", so das ernüchternde Fazit von Michael Schilling.

TuS Altenheim: Grangé, Zölle, Sutter 8/1, Meinlschmidt 4, Rudolf 4/3, Farrenkopf 4, Kugler 2, Pfliehinger 1, Biegert 1, Daul, Höfer, Gavancz, Gieringer. Spiel-Film: 9:10 (19.), 9:14 (24.), 11:17 – 11:19, 14:24 (39.), 24:36.

LANDESLIGA NORD

Abgezockt und clever

HGW Hofweier II – HSG Ortenau Süd
33:29 (17:15)
(sms/pau). Die Hofweierer erwiesen sich als cleverer, so dass deren Sieg in Ordnung ging. Sie zogen von 6:5 auf 11:5 davon, weil die Gäste nicht konsequent auftraten. Nach einer Auszeit erkämpften diese den Ausgleich zum 15:15. Doch die HGW-Reserve legte vor dem Pausenpfiff nochmals zwei Treffer nach. Nach dem Seitenwechsel lud die HSG den Gegner immer wieder zu einfachen Treffern ein. "Wir produzierten zu viele technische Fehler und ließen einige Torchancen liegen", resümierte HSG-Coach Aurelius Steponavicius. Sein Kollege Georg Fischinger befand: "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Die Punkte haben wir uns verdient."

HGW: Knuth, Zimmermann; Remmel 2, Einloth 4, Graf, Stocker 9/5, Volk 5, Rottler, Eichhorn 1, Monschein, Hackhofer 2, Barbon 5, See 5, Mattes. HSG: Betzler 6/2, Fimm 4, Bolz 3, Leufke 1, Göpper 1, Ruf, Kuhnigk 3, Schilli 4, Meister, Wilhelm 4, N. Herzog, Heim, Zacharias 3. Spiel-Film: 6:5 (12.), 11:5 (17.), 15:15, 17:15 – 22:16 (36.), 26:22 (48.), 33:29.

Ein Lob der Defensive

TuS Ottenheim – HSG Hanauerland 23:17 (10:9) (lab). Der TuS besiegte den direkten Verfolger souverän. Das lag vor allem an der starken Defensive mit einem guten Tobias Bertsch im Tor, zum anderen aber auch an den Gästen, die im Angriff zu wenig Zählbares herausspielten. Aber auch Ottenheim tat sich gegen die offensiv ausgerichtete 5-1-Abwehr der HSG schwer. "Wenn man etwas bemängeln kann, dann unsere Chancenverwertung", sagte TuS-Coach Ulf Seefeldt. Nach dem Wechsel standen die Ottenheimer noch dichter hinten drin und machten aus dem 12:10 ein 17:10. "Ein Lob an die Defensive, in so einem Spiel nach 50 Minuten nur 13 Gegentreffer zuzulassen, das muss man erst einmal hinbekommen", freute sich Seefeldt. Die Schlussphase nutzten die Gäste für eine kleine Ergebniskosmetik.

TuS Ottenheim: Bertsch, Wußler; Emrich, Betzler 2, Mattes 2, Weide 1/1, Wilhelm 1, Funk 1, Thielecke, Heim 2, Métier, Schneckenburger 5/2, Berchtenbreiter 9/2, Frenk. Spiel-Film: 6:6 (17.), 10:9 – 12:10 (35.), 17:10 (44.), 23:17.