Harmonika-Spieler zeigen viel Fingerspitzengefühl

Paul Berger

Von Paul Berger

Mo, 20. Mai 2019

Schönau

Schönauer Orchester begeistert Besucher beim Jahreskonzert.

SCHÖNAU. Das richtige Gespür dafür, was bei den Zuhörern ankommt – das haben die Spielerinnen und Spieler des Handharmonika-Clubs Schönau. Einmal mehr wurde dies beim musikalisch abwechslungsreichen Jahreskonzert im voll besetzten Gemeindesaal deutlich, zu dem Vorsitzender Dieter Reif den Besuchern eingangs viel Vergnügen wünschte.

Eröffnet wurde der unterhaltsame Abend von der stattlichen "Armada an Youngstars", wie Thomas Faller die große Zahl an jungen, talentierten Harmonika-Spielern unter Leitung von Carmen Windt bezeichnete. Bereits mit ihrem Eröffnungsstück, "I got Rhythm", einem bekannten Libretto von George Gershwin, ließen die Jungmusiker aufhorchen. Auch bei den folgenden Aufführungen, effektvoll vorgetragen mit passender Foto- und Video-Untermalung auf Großleinwand, entfalteten die Harmonika-Spieler ihr Talent. So auch, als sie mit "Highway Cowboys" ihre Gäste musikalisch in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten entführten. Es folgte ein unvergessener Welthit: "Don’t cry for me Argentina" aus dem Musical "Evita". Für gute Stimmung sorgte das Jugend-Orchester auch mit der irischen Volksweise "Carrickfergus" und der lockeren Beat-Polka "Gut aufgelegt". Begeistert war das Publikum auch von der Aufführung der mexikanischen Volksweise "La Bamba", mit der Ritchie Valens in den späten 1950er Jahren in der Popszene bekannt wurde. Eine erfrischende Zugabe lieferten die Youngstars mit ihrem Party- und Disco-Sound "Let’s fetz". Dann machten sie die Bühne für Rolf Hözle und das Aktiv-Orchester frei.

Locker und humorvoll führten Maja Windt und Lea Schulzke durch das unterhaltsame und anspruchsvolle Programm. Rasch zeigte sich auch hier das hohe musikalische Niveau des Orchesters. Nach dem glanzvollen Einstieg mit "Eye of the Tiger" überraschten Rolf Hölze und seine Musiker ihr Publikum mit dem bewegenden Songtext "Pata, Pata" der südafrikanischen Sängerin Miriam Makeba. Nicht nur bei älteren Zuhörern konnte das Orchester anschließend mit dem flott gespielten Medley der großen Erfolge von Peter Kraus wie "Sugar Sugar Baby" und "Sweety" punkten. Auch die Jüngeren zeigten sich begeistert. Gleiches galt für die weiteren Aufführungen – wie "Viva La Vida" und einer musikalisch faszinierenden Reise mit der Eisenbahn durch die bezaubernden Landschaften Oregons. Als musikalisches Schmankerl zum Schluss servierte das Orchester einen Ohrwurm der einst berühmten Comedian Harmonists.