Buurefasnacht

1000 Narren stürmen durch Hasel

Ralph Lacher

Von Ralph Lacher

So, 10. März 2019 um 18:15 Uhr

Hasel

Der Hasler Buurefasnachts-Umzug zog am Sonntag in Rekordstärke durchs Dorf. 50 Gruppen feierten bei Wind, Sonne und Regen ein fröhliches Fasnachtsfinale.

Abwechslungsreich war der Hasler Buurefasnachtsumzug 2019 allemal, sowohl von der Zusammensetzung der Teilnehmer her wie auch vom Wetter. Im Dorf fanden sich am Sonntag trotz teilweise stürmischem, regnerischem und dann auch mal sonnigem Wetter rund 50 Gruppen mit über 1000 Teilnehmern ein.

Dass neun gemeldete Formationen wegen des Wetters absagten und die Zuschauerresonanz eingedenk der äußeren Verhältnisse nicht auf dem Niveau der Vorjahre war, sei nicht verwunderlich, sagte für die Veranstalter aus der HaBuFA Rainer Hartl. Der Umzug hatte mit rund 1000 Teilnehmern in 50 Gruppen, Zünften, Cliquen und Musikformationen trotz der Absagen Rekordgröße, war von Umzugschef Rainer Rödel zu erfahren.

Der große Tag der Narren in Hasel begann schon am späten Vormittag, als die Buden und Stände im "Narrendorf", das die Veranstalter der HaBuFa-Gesellschaft und die Buurefasnachtscliquen auf dem Dorfplatz betrieben und die Stände und Beizen in Hasels Dorfkern zahlreiche Freunde der sogenannten "alten Fasnacht" anlockten.

Die Besucher machten richtig gut mit

Als sich der Umzug dann pünktlich um 14.11 Uhr beim Sportheim des SV in Bewegung setzte, wies die Kulisse an den Hasler Straßen zwar die eine oder andere Lücke auf. Die, die da waren, machten aber richtig gut mit, schunkelten, gaben die närrischen Schlachtrufe der Auswärtigen und vor allem das "habufa" der Einheimischen gerne zurück und erlebten einen Umzug 2019 in Hasel, der einmal mehr ein Spiegelbild der alemannischen Fasnacht am Hochrhein, garniert mit Farbtupfern aus dem Kandertal und dem Markgräflerland bis in den Freiburger Raum und sogar die Ortenau und den Schwarzwald bis Donaueschingen und Villingen war.

Vornweg marschierten, das hat so Tradition in Hasel, die närrisch kostümierten Musiker(innen) des Musikverein. Dahinter folgten die örtlichen Cliquen Höhli-Teufel, Fell-Dämonen und Mühle-Häxe, weitere eher grimmige Hexenfiguren vom Hochrhein, aber auch Hästräger aus dem Schwarzwald und nicht wenige Narrenfiguren, meist verschmitzt-heitere und auch solche mit Motto-Wagen aus dem Kandertal und dem Markgräflerland. Zwischen die verschiedenen Hästräger-Gruppen eingefügt waren Guggemusikformationen, die mit ihrem schrägen Klängen genauso für heiter-ausgelassene Stimmung am Straßenrand sorgten wie die Süßigkeiten verteilenden Narren. Nach dem Umzug war die Hasler Buurefasnachts-Fete noch lange nicht zu Ende. Aktive Teilnehmer und Zuschauer vergnügten sich im "Narrendorf" oder an den Ständen an der Umzugsstrecke, um die in Hasel traditionelle Verlängerung des Umzugs mitzufeiern.
Termine:

Am Montag, 11. März, sind die Hasler noch einmal im Buurefasnachts-Einsatz. Zum Ausklang der kurzen, heftigen Kampagne steht um 11 Uhr im Bürgersaal das Heringessen-Essen auf dem Programm und ab 14.11 Uhr Kinderumzug mit anschließender Kinderfasnacht.