Wie ein Sechsjähriger den Krieg sah

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 02. August 2018

Hasel

Gerhard Vogt aus Hasel, der heute 85 Jahre alt wird, hat seine Erinnerungen an den Weltkrieg und die Nachkriegszeit aufgeschrieben.

HASEL (BZ). Die Zeit zwischen 1933 und 1945 gilt als dunkelstes Kapitel der deutschen Geschichte. Besonders der 1939 ausgebrochene Zweite Weltkrieg mit seinen furchtbaren Folgen bestimmt bis heute die Geschichte hierzulande. Langsam aber sicher werden die Zeitzeugen weniger, die noch vom Krieg und der Nachkriegszeit berichten können. Sie sind inzwischen allesamt hochbetagt. Gerhard Vogt aus Hasel wird am heutigen Donnerstag 85 Jahre alt. Zu diesem Anlass hat er seine Erinnerungen an die Jahre von 1939 bis 1948, als er als Junge in Schopfheim lebte, aufgeschrieben und dieses Dokument der BZ zur Verfügung gestellt.

"Wie ein sechsjähriger Junge den Kriegsanfang 1939 und die Zeit bis 1948 sah", hat Gerhard Vogt seine Erinnerungen überschrieben. "Als Sechsähriger erlebte ich die Kriegserklärung intensiv, obwohl ich noch nicht lesen und schreiben konnte. Auf und um den Marktplatz sammelte sich 1939 immer mehr Militär, das über den Rhein nach Frankreich wollte. Die Schule wurde kurzum für das Militär freigehalten, wir Erstklässler wurden als Alternative in der leerstehenden Zigarri zum Unterricht geschickt. Das war zuvor eine Zigarrenfabrik neben dem damaligen Finanzamt, wo heute Die Polizei integriert ist", erinnert sich Gerhard Vogt.

Auch die ehemalige Krankenkasse wurde damals als Schulraum genutzt. Zeitweise mussten die Kinder sogar nach Eichen in die Dorfschule zum Unterricht. Bald wurden die Lebensmittel rationiert, die Lebensmittelkarte wurde eingeführt, Kleidung, Textilien, Haushaltsgeräte gab es dann nur noch gegen einen Bezugschein, der beantragt werden musste. "Uns Kindern fiel auf, dass ...

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