BZ-Interview

Schönauer Sozialarbeiter bewerten die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Dirk Sattelberger

Von Dirk Sattelberger

Sa, 24. Februar 2018 um 12:00 Uhr

Hausen im Wiesental

BZ-Plus Die Sozialarbeiter Christoph Götz und Florian Schumacher sehen gute Chancen für Flüchtlinge auf dem regionalen Arbeitsmarkt, warnen aber auch vor den Risiken.

In den letzten zwei Jahren sind über 200 Flüchtlinge ins Obere Wiesental gezogen. Die meisten leben jetzt in eigenen Wohnungen. Wie klappt die Integration in den Arbeitsmarkt der Region? Das wollte BZ-Redakteur Dirk Sattelberger von den Sozialarbeitern Christoph Götz und Florian Schumacher wissen. Die Zwei betreuen viele Flüchtlinge und kümmern sich auch um Schule, Ausbildung und Job.

BZ: Haben die Zuwanderer zwischen Zell, Schönau und Todtnau alle Arbeit?
Götz: Das Gros der Flüchtlinge ist noch nicht in Arbeit.
Schumacher: Die Syrer sind in einer anderen Situation als etwa Menschen aus den Balkanländern, die zumeist längst arbeiten oder zurückgegangen beziehungsweise abgeschoben sind. Durch die Ausbildungsduldung sind Ausbildungsverhältnisse für diese Gruppe die einzige Möglichkeit auf eine Bleibeperspektive in Deutschland. Die Syrer dagegen wissen, dass sie einen sicheren Aufenthalt erhalten, sie kriegen Fördermaßnahmen wie Sprachkurse und haben nicht den Druck, sofort arbeiten gehen zu müssen. Wiederum anders ist es bei jungen Afrikanern, die keine Anerkennung in Aussicht haben, aber wegen fehlender Ausweisdokumente kaum abgeschoben werden können; ihr Herkunftsland nimmt sie nicht auf. Hier schaffen wir es bei einem Teil, sie in Ausbildungsverhältnisse zu bringen. Ein anderer Teil ...

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