"Alemannisch ist gefährdet"

Daniel Gramespacher

Von Daniel Gramespacher

Mi, 21. Februar 2018

Lörrach

BZ-Plus BZ-INTERVIEW: Heidi Zöllner von der Muettersproch-Gsellschaft zum Stellenwert der Mundart und zum Umgang mit dem Dialekt.

LÖRRACH. Den 21. Februar haben die Vereinten Nationen als internationalen Tag der Muttersprache ausgerufen. Er soll die Sprachenvielfalt und den Gebrauch der Muttersprache fördern und das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken. Daniel Gramespacher fragte Heidi Zöllner aus dem Vorstand der Muettersproch-Gsellschaft, wie es diesbezüglich um das Alemannische bestellt ist.

BZ: Frau Zöllner, was lieben Sie am Alemannischen so sehr?
Heidi Zöllner: Wenn ich Alemannisch höre, bin ich daheim.

BZ: Nach einer Schätzung der Unesco sind von den 6000 Sprachen, die heute weltweit gesprochen werden, die Hälfte vom Verschwinden bedroht. Gehört das Alemannische dazu?
Zöllner: Das ist leider so, dass das Alemannische zwischenzeitlich zu den gefährdeten Sprachen gehört.
BZ: Warum?
Zöllner: Früher wurde mit den Kindern selbstverständlich Alemannisch gesprochen. Die Eltern und Großeltern haben den Kindern Geschichten erzählt. Durch die Kleinfamilien und die Berufstätigkeit vieler Mütter ist das in vielen Fällen nicht mehr möglich, und das Geschichtenerzählen haben die Kinderkassetten und das Kinderfernsehen übernommen, und das gibt es leider nur in Hochdeutsch.

BZ: Tun die des Alemannischen Mächtigen hierzulande zu wenig, um ihren Dialekt zu bewahren?
Zöllner: Ich denke, dass ...

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