Malteserschloss Heitersheim

Das sagt Christian Hodeige zu den Argumenten der Bürgerinitiative

Alexander Huber

Von Alexander Huber

Do, 23. Mai 2019 um 20:48 Uhr

Heitersheim

In Heitersheim wird heftig über die Pläne einer Privatschule im Malteserschloss debattiert. Einer der möglichen Investoren, BZ-Verleger Christian Hodeige, nimmt Stellung zum Stand der Diskussion.

Mit Verständnis für die lebhafte öffentliche Debatte, aber auch Verwunderung über den Tonfall mancher Äußerungen hat BZ-Verleger Christian Hodeige, einer der drei potenziellen Investoren der im Malteserschloss geplanten internationalen Privatschule, auf die jüngsten Diskussionen reagiert.

Den von Zsolt Pekker, Sprecher der Bürgerinitiative Malteserschloss, in einem als "Faktencheck" bezeichneten Einschätzungen, tritt Christian Hodeige an mehreren Stellen entgegen. So hätten die ersten Planungen und Berechnungen des in Schulbauplanung sehr erfahrenen Freiburger Architekten Matthias Hotz ergeben, dass es durchaus möglich sei, eine Schule mit 300 Schülern im Malteserschloss unterzubringen. Eine Verschärfung der Wohnraumsituation in Heitersheim sei durch die Schule daher nicht zu erwarten.

Hodeige widersprach auch, wie schon bei der seiner Vorstellung der Pläne vor dem Heitersheimer Gemeinderat, Vorstellungen, wonach bei dem Schulprojekt die Aussicht auf attraktive Renditen im Vordergrund stehe. "Der Betrieb einer Privatschule ist eine seriöse Angelegenheit. Ginge es mir um eine attraktive Rendite, könnte ich mir Vieles vorstellen, was deutlich einfacher und lukrativer umzusetzen wäre."

Bürgerinformation ist geplant

Betroffen zeigt sich der BZ-Verleger über die laut gewordenen Zweifel an den persönlichen Beweggründen seines chinesischen Partners Mark Wang, die Pekker in Zusammenhang mit dem chinesischen Regime gestellt und dabei sogar einen Bogen bis zum nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un geschlagen hat. "Das grenzt für mich an persönliche Diffamierung. Das ist nicht das Niveau, auf dem so eine Auseinandersetzung geführt werde sollte", so Hodeige.

Bezüglich der Fragen, ob und wie die Einflussmöglichkeiten der Stadt sich gestalten bei einer etwaigen Weiterveräußerung von Teilen oder der gesamten Eigentümergesellschaft der Schule, gebe es bereits sehr intensive Gespräche, erklärte Christian Hodeige. Insgesamt sei man derzeit dabei, die Wunschliste der Stadt, wie sie Bürgermeister Martin Löffler formuliert hat – unter anderem Erhalt des Kulturdenkmals und Zugang der Öffentlichkeit – abzuarbeiten. Auf politischer Ebene seien zunächst die anstehenden Wahlen und die Konstituierung des neuen Gemeinderates abzuwarten, nach der Sommerpause sei eine Bürgerinformationsveranstaltung ins Auge gefasst.