"Wir müssen nach Strukturen fragen"

Dorothee Philipp

Von Dorothee Philipp

Sa, 08. September 2018

Heitersheim

Jost Großpietsch stellte in der Ehemaligen Synagoge die Netzwerke des Nationalsozialismus im Markgräflerland vor.

SULZBURG. Die Geschichte der Opfer des Nationalsozialismus wird seit langem erforscht, und das Bemühen, den namenlos Ermordeten und Verschollenen wieder ein Gesicht und eine Geschichte zu geben, hat Erfolge gehabt. Aber immer noch weiß man wenig über die Täter, Mitläufer und die Strukturen des mörderischen Regimes.

Diese machten es auch im Markgräflerland möglich, dass Menschen am helllichten Tag vor den Augen ihrer langjährigen Nachbarn auf Lastwagen verladen und weggekarrt wurden. Diesen Fragen ging Sulzburgs Kulturreferent Jost Großpietsch am Europäischen Tag der jüdischen Kultur in einem Vortrag in der Ehemaligen Synagoge Sulzburg nach.

Bevor er auf Hugo Grüner zu sprechen kam, den Mann, dessen Name im Markgräflerland ein Synonym für staatlich gedeckte Gewalt und Brutalität geworden ist, blätterte er in einer geschwinden Tour d’Horizon einige Szenen auf, die ein bezeichnendes Licht auf die Verbindung von politischem Amt und der NSDAP schon in den frühen 1930er-Jahren warfen. ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ