Spendenaktion

Nach den Scheunenbränden in Herbolzheim gibt’s eine zweite Hilfsaktion für Betroffene

Lena Marie Jörger

Von Lena Marie Jörger

Do, 13. Juni 2019 um 17:29 Uhr

Herbolzheim

Vier Scheunenbrände innerhalb von drei Wochen in Herbolzheim und Wagenstadt beschäftigen derzeit die Polizei. Die Betroffenen stehen unter Schock. Jetzt wurde eine zweite Hilfsaktion gestartet.

Neben dem Maierhof in Wagenstadt wurde bei den Bränden am frühen Pfingstsonntagmorgen auch eine Herbolzheimer Familie zum zweiten Mal Opfer: Bei einem Brand im Mai auf dem Nachbargrundstück war das Wohnhaus der Familie beschädigt worden, am Pfingstsonntag brannte dann ihre Scheune an der Bismarckstraße ab. Auch hier wollen Freunde helfen.

"Die Familie steht völlig unter Schock", sagt Heike Adam, eine Freundin der Familie. Seit dem Brand am Wochenende sei das Wohnhaus komplett verrußt, die Fenster kaputt. Der Schopf brannte komplett ab. "Das Haus ist zwar noch bewohnbar, aber Fenster müssen ersetzt und Wohnräume renoviert werden", sagt Heike Adam.

Ermittler sehen Zusammenhang zwischen allen vier Bränden

Gut drei Wochen zuvor hatte es auf dem Nachbargrundstück gebrannt. Dabei war auch das Haus der nun betroffenen Familie beschädigt worden. Nach dem Brand vom Pfingstsonntag entschlossen sich Freunde und der Radsportverein Herbolzheim zu helfen und richteten ein Spendenkonto für die Familie ein.

In der Nacht auf Pfingstsonntag hatte es in Wagenstadt und Herbolzheim gebrannt. Weitere Scheunenbrände hatte es vor gut drei Wochen in Herbolzheim und vor gut zwei Wochen zwischen Herbolzheim und Wagenstadt gegeben. Die Polizei geht von einem Zusammenhang zwischen allen vier Bränden aus.

Dass bei zwei Bränden jeweils dieselben Personen zu Opfern wurden, ist auch bei der Polizei Thema. "Konkret ausschließen kann man es natürlich nicht, aber aktuell haben wir keine Hinweise darauf, dass sich die Brände gegen bestimmte Personen richten", sagt Polizeisprecher Walter Roth.
Spendenkonto Brandschaden Bismarckstraße: Santander Bank Freiburg, IBAN: DE 79 3101 0833 9909 4779 86. Die Polizei nimmt weiterhin Zeugenhinweise unter Tel. 07641/582-200 entgegen.