Pfarrgemeinderatswahl wirft ihre Schatten voraus

Michael Haberer

Von Michael Haberer

Mi, 22. Mai 2019

Herbolzheim

Gremium der Seelsorgeeinheit Herbolzheim-Rheinhausen befasst sich mit dem Thema.

HERBOLZHEIM/RHEINHAUSEN. Im kommenden Jahr steht die Pfarrgemeinderatswahl an. In seiner jüngsten Sitzung befasste sich das Gremium der Seelsorgeeinheit Herbolzheim-Rheinhausen schon mit dem Thema. Außerdem ging es um bevorstehende Veränderungen und die Jugendarbeit in der Gemeinde.

Kirchliche Jugendarbeit hat ihre Herausforderungen. Grundsätzlich kam Jugendreferent Maximilian Kleis in der Sitzung zu dem Ergebnis, dass die Jugendlichen laut einer Umfrage mit den Angeboten der Pfarrgemeinden zufrieden seien. Kleis meinte aber auch, dass es schwer sei, dem Nachwuchs das Kirchliche in dieser Jugendarbeit nahezubringen.

Pfarrer Stefan Meisert sprach zum einen die fehlende Verlässlichkeit bei manchen Jugendlichen wie auch das fehlende Verständnis für das Pastorale an. Den Nachwuchs mobilisieren und dann auch bei der Stange zu halten, gelinge höchstens bei Projekten. Zum Mobilisieren wies er auf die bevorstehende 72-Stunden-Aktion (die BZ berichtete) hin. Gerade auch in Konkurrenz mit den Angeboten der Vereine sah er im personellen Angebot der Seelsorgeeinheit den Schlüssel, um die Jugendlichen zu halten. Es sei nun die Aufgabe, die Stelle des Jugendreferenten zu verstetigen, so Meisert.

Im März kommenden Jahres steht die Pfarrgemeinderatswahl an. Im Juni soll im Pfarrgemeinderat darüber diskutiert werden, wie viele Sitze das künftige Gremium haben soll. Derzeit sind es 18. Damit sei es angesichts der Arbeit für die Ratsmitglieder über die Sitzungen hinaus nicht zu groß, sondern ein schlankes Gremium, fand Meisert. Wenn die Größe des Rats festgelegt ist, steht die Frage auf der Tagesordnung, wie Kandidaten für das Gremium zu gewinnen sind. Dafür soll es einen Workshop geben. Bis Januar müssen die Kandidaten feststehen. Neu sei, dass online gewählt werden könne, so Meisert. Damit wolle die Kirche junge Menschen zur Wahl motivieren.

Meisert kündigte im Zuge der Informationen aus dem Stiftungsrat an, dass die Orgel in St. Mauritius in Wagenstadt im kommenden Jahr von der Firma Vier überholt werde. Die Orgel bleibe am jetzigen Platz. Die Seelsorgeeinheit, werde in ihren Mietsgebäuden in zwei Etappen die Mieten um 20 Prozent erhöhen, sagte Meisert. Die Maria-Sand-Kapelle und ihr Mesnerhaus sollen eine neue Gasheizung bekommen. Das Team der Seelsorgeeinheit werde ein Diensthandy erhalten. Jobs als Dirigenten und Organist sollen ausgeschrieben werden. Der Kirchenchor in Oberhausen suche einen Dirigenten und die Dirigentin Martina Petzold werde aufhören. Die Stellen sollen an Freischaffende vergeben werden. Meisert sagte, er sei zuversichtlich, dass man bei der Sanierung der Lourdeskapelle in Bleichheim vorankomme. Im Außenbereich stellten die Gegebenheiten und Eigentumsfragen erhebliche Probleme dar. Die Pläne zur Sanierung von St. Ulrich Oberhausen würden dem Gremium im September vorgestellt. Hier habe man vor allem mit dem Boden zu kämpfen. In diesem Zuge solle auch das Provisorium Altarpodest behoben werden.

Meisert kündigte erhebliche Einschnitte oder Umstellungen bei den Kirchenfinanzen an. Die Kirche werde 2021 für ihre Dienstleistung umsatzsteuerpflichtig. Gerade werde geklärt, was in den Hoheitsbereich der Kirche falle und damit ausgeschlossen bleibe. Aber zum Beispiel schon bei einem Kuchenverkauf bei kirchlichen Festen könnte die Forderung des Finanzamts die Gemeinde treffen.