"Politik hat mir Freude bereitet"

Siegfried Gollrad

Von Siegfried Gollrad

Mo, 24. Oktober 2011

Herbolzheim

BZ-INTERVIEW mit Richard Stubert, der heute vor 40 Jahren erstmals in den Herbolzheimer Gemeinderat gewählt wurde.

HERBOLZHEIM. Richard Stubert (72), Stadt- und Kreisrat aus Herbolzheim, kann heute ein seltenes Jubiläum feiern: Vor genau 40 Jahren wurde er erstmals in den Gemeinderat gewählt, dem er seither ununterbrochen angehört. Im Gespräch mit BZ-Redakteur Siegfried Gollrad blickt Stubert zurück, zieht eine persönliche Bilanz und antwortet auf Fragen zur künftigen Entwicklung der Stadt. Nach Ablauf dieser Wahlperiode im Jahr 2014 will sich Stubert aus der Kommunalpolitik zurückziehen, kündigte er an.

BZ: Herr Stubert, heute vor 40 Jahren wurden Sie erstmals in den Herbolzheimer Gemeinderat gewählt. Welche Erinnerungen haben Sie an den 24. Oktober 1971?

Stubert: Altgediente Räte wie Eduard Mutz oder Otto Person hatten nicht mehr kandidiert. Da war ich schon ein wenig stolz, mit meiner Wahl im Alter von 32 Jahren in deren Fußstapfen zu treten.

BZ: Was hatte Sie dazu bewogen, in der Kommunalpolitik mitzuarbeiten?

Stubert: Ich war schon sehr früh politisch interessiert. In meiner Jugend war ich in der Kolpingfamilie aktiv. In diesem Kreis und auch in der Familie wurde viel über gesellschaftliche und kommunalpolitische Themen debattiert. Mein Schwiegervater Hermann Jäger war von 1949 bis 1969 Bürgermeister in Herbolzheim. Die Möglichkeit, für den Gemeinderat zu kandidieren, bestand nach der Gemeindeordnung erst, als Jäger aus dem Amt ausgeschieden war. Er war damals kommissarischer Vorsitzender der CDU, auf deren Liste ich dann kandidiert habe.

BZ: Was hat sich in den 40 Jahren verändert?

Stubert: Es ging damals etwas familiärer zu als heute. Sitzungsvorlagen gab es weniger, es wurde am Ratstisch informiert und diskutiert. Man hat sich damals mehr Zeit gelassen für Entscheidungen. Heute geht alles viel schneller, weil die Gemeinde in einer dynamischen Gesellschaft umgehend auf aktuelle Entwicklungen reagieren muss.

BZ: Sind kommunalpolitische ...

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