Keine Brandstiftung

Polizei zählt Hallenbrand in Herbolzheim nicht als Teil der Serie

Lena Marie Jörger

Von Lena Marie Jörger

Mo, 24. Juni 2019 um 15:43 Uhr

Herbolzheim

Den Brand in einer Produktionshalle in Herbolzheim am Sonntag gehört laut Polizei nicht zu der Serie von Gebäudebränden in der Region. Allerdings gab es eine versuchte Brandstiftung an einer Scheune.

Der Hinweis zu der versuchten Brandstiftung an einer Scheune sei von einem Scheunenbesitzer gekommen, der das Gebäude im Hammersbrunnenweg in Herbolzheim regelmäßig kontrolliert habe, zuletzt, so Polizeisprecher Roth, am 19. Juni. Drei Tage später, am 22. Juni, habe der Scheunenbesitzer vor Ort dann festgestellt, dass jemand versucht habe, einen Brand zu legen – ohne Erfolg.

"Diesen Versuch der Brandstiftung zählen wir zu der Serie. Damit gibt es mittlerweile sieben Betroffene", so Roth. Auffällig sei, dass die Scheune am nördlichen Stadtrand von Herbolzheim liegt, unweit von Ringsheim, sodass sich ein räumlicher und zeitlicher Zusammenhang zu dem Scheunenbrand in Ringsheim in der Nacht zum Donnerstag ergebe.

Ermittler gehen rund 60 Hinweisen nach

Bei dem Brand in der Produktionshalle im Gewerbegebiet am Sonntag geht die Kripo von fahrlässiger Brandstiftung aus. Brandursache sei nach Erkenntnissen der Ermittler eine nicht sachgerechte Entsorgung von brennbarem Material gewesen, so Roth. Ein Zusammenhang zur Serie könne derzeit aber ausgeschlossen werden.

Etwa 60 Hinweise aus der Bevölkerung sind laut dem Polizeisprecher bislang bei der Ermittlungsgruppe Scheune eingegangen, die in der Serie von Bränden der vergangenen Wochen ermittelt.

Insgesamt zählt die Polizei neben der versuchten Brandstiftung in Herbolzheim bislang sechs Brände zu der Serie: zwei in Herbolzheim, zwei im Ortsteil Wagenstadt, einen im Ortsteil Broggingen und einen in Ringsheim. "Wir sind sehr zufrieden mit der Bereitschaft der Menschen, Hinweise zu geben", so Polizeisprecher Roth. Eine heiße Spur sei aktuell nicht darunter.
Hinweise nimmt die Polizei weiter unter Tel. 0761/882-5777 entgegen. Wer aktuell etwas Verdächtiges beobachtet, sollte laut Polizei den Notruf Tel. 110 wählen.