Uraufführung in Innsbruck

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 14. Juni 2019

Herbolzheim

Akkordeonorchester "Fier Vür Innsbruck" mit Herbolzheimern überzeugte beim Wertungsspiel.

HERBOLZHEIM (BZ). Ein wahres Feuerwerk der Akkordeon-Musik ist es, welches alle drei Jahre in Innsbruck gezündet wird. Anfang Juni fand das 13. World-Music-Festival in der Tiroler Landeshauptstadt statt, wozu sich Orchester und Ensembles aus aller Welt trafen. Für die Organisation zeichnet der Deutsche Harmonika-Verband verantwortlich. Auch Spieler aus Herbolzheim waren dabei.

Das Orchester "Fier Vür Innsbruck" bestehend aus Spielern der Vereine Bad Krozingen, Herbolzheim, Münstertal und Kirchzarten unter der Leitung von Gregor Heinrich hat sich seit Juli letzten Jahres auf den Wettbewerb vorbereitet. Mit dem Stück "HarmonyCars" von Helmut Quakernack wurde ein Auto musikalisch skizziert, ein Oldtimer von Bugatti. Es handelte sich dabei um eine Welturaufführung, kein anderes Orchester hat das viersätzige Werk je gespielt. Intensiv war die Probenarbeit bis zum Schluss und die Spannung stieg stetig. Das Orchester hatte sich für ein buntes Outfit entschieden und brachte Farbe auf die Bühne der Messehalle Innsbruck. Unterstützt von einem großen Fanclub und durch die Anwesenheit des Komponisten Helmut Quakernack gelang das Wertungsspiel und wurde mit dem Prädikat "ausgezeichnet" bewertet.

Die Bewertung war nur ein Aspekt, vielmehr waren die Tage in Innsbruck ein eindrucksvolles Erlebnis, ganz im Zeichen der Musik und des Akkordeons. Es sei wie ein Familientreffen, alte Freundschaften werden aufgefrischt, neue geschlossen und die Musik kommt in vielfältiger Weise zu Wort, gewöhnlich, volkstümlich aber auch oft sehr außergewöhnlich, resümierten die Spieler.

Begleitet werden die Wettbewerbe durch hochkarätige Konzerte und eine Party, die durch die Orchester "Hohnerklang" aus Trossingen und dem Kölner Akkordeon-Orchester zu einem großen, bunten fröhlichen Fest wurde. Auch bei der Siegerehrung in der Olympiahalle war dieser besondere Geist des Festivals spürbar. Begleitet wiederum durch das Orchester "Hohnerklang" wurden die Preise verliehen und spätestens als die Innsbruck-Hymne "Music" von John Miles erklang, machte sich Wehmut breit. Was bei den Spielern bleiben wird, seien ganz viele schöne, emotionale Erinnerungen an die Tage in Innsbruck, aber auch an die Probenphasen. Zu hoffen bleibe, dass das Festival in drei Jahren wieder stattfindet.