Herbst ist für Roman Dzyuba wie Weihnachten

Jannik Schall

Von Jannik Schall

Di, 28. August 2012

Rheinfelden

Behinderter Ukrainer lebt in der Asylbewerberunterkunft und drückt seiner schwimmenden Frau bei den Paralympics in London die Daumen.

RHEINFELDEN. Roman Dzyuba hat schon immer Sport gemacht, sagt er. Als Kind wollte er immer mitspielen, wenn die anderen Kinder Fußball oder Basketball spielten. Doch sie ließen ihn nicht, hänselten ihn wegen seiner Behinderung. Er hat es trotzdem geschafft: Zwei Silbermedaillen brachte der Ukrainer von den Paralympics im Jahr 2000 mit nach Hause. Heute lebt er in Rheinfelden, seine Frau wird ihm bald folgen – sobald sie von den paralympischen Spielen aus London zurück ist.

Roman Dzyuba leidet unter Zerebralparese, einer spastischen Lähmung der Beine. Er kann nicht richtig laufen, und doch trainierte er schon als Teenager selbstständig das Laufen. Jahre später zog er in eine ukrainische Großstadt – um Deutsch zu studieren. Dort kam er zum ersten Mal in Kontakt mit professionellen Behindertensportlern. "Auf der Straße kam auf einmal eine Gruppe kräftiger Kerle auf mich zu", erzählt er, "und ich dachte, jetzt werde ich ausgeraubt und verprügelt". Doch die Männer fragten freundlich nach seiner Behinderung. "Erst als ich mich verabschieden wollte, merkte ich, dass einer von ihnen keinen Arm ...

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