Trainingszeiten in der Eishalle Herrischried

Keine einzige Trainingsstunde für den Eissportclub Herrischried

Martin Köpfer

Von Martin Köpfer

Mi, 22. Mai 2019 um 14:00 Uhr

Herrischried

Marie-Claude und Ulrich Hartmann sind schwer enttäuscht. Beim Eissportclub Herrischried sind Tränen geflossen. Die Rede ist auch von einer "kinderfeindlichen Entscheidung.

Riesenenttäuschung beim neu gegründeten Eissportclub Herrischried (ESPCH) nach der Entscheidung des Gemeinderates, dass der Club keine einzige Trainingsstunde in der Eishalle bekommen wird. "Es gab Tränen bei den Kindern", berichten die Vereinsvorsitzende Marie-Claude Hartmann und ihr Mann und Trainer Ulrich Hartmann am Tag danach."Es war eine kinderfeindliche Gemeinderatsentscheidung", sagen sie und sehen die 43 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ihres Clubs unsportlich behandelt.

Begründungen waren unter anderem, dass es den Eislaufverein, der vier Wochenstunden bekommen hat, bereits seit 25 Jahren gebe und der Verein 38 Mitglieder mehr habe. Letzteres bezweifeln die Hartmanns, da viele im Eislaufverein gekündigt hätten und nun Mitglieder des Eissportclubs seien, der mit der privaten Eislaufschule Hartmann kooperiert. Die private Eislaufschule hat am Sonntag von 8.45 bis 9.45 Uhr Trainingsstunde in der Eishalle zusammen mit den Freestylern. In dieser Zeit sollen nun auch fürs Erste die Vereinsmitglieder des Eissportclubs trainieren. Zudem hoffen die Hartmanns, die in Herrischried wohnen, dass möglicherweise Trainingszeiten von anderen Vereinen nicht immer genutzt werden und so Stundenpotential für ihren Verein dauerhaft frei wird.

Dabei hat vor zwei Jahren alles so gut angefangen: Als die Eislaufschule Hartmann eine Kooperation mit der EVHH eingegangen sei, habe es 25 aktive Läufer im Verein gegeben, inzwischen seien es 80 geworden dank Trainerin Marie-Claude Hartmann und Trainer Ulrich Hartmann. Fast alle Wettbewerbsläufer seien nun in den Eissportclub gewechselt.

"Mehr Mitglieder bedeutet nicht, dass der EVHH auch mehr Eiszeiten benötigt. So können in einer Stunde gleichzeitig 50 Anfänger beim EVVH trainieren, mehr als 20 Wettbewerbsläufer des ESPCH geht nicht," sagt Hartmann. Sein Fazit: "Mit einer einzigen wöchentlichen Eisstunde könnte der ESPCH noch überleben."