Übernachtungen gehen in Herrischried stark zurück

Martin Köpfer

Von Martin Köpfer

Mi, 22. Mai 2019

Herrischried

Ein Minus von 6,5 Prozent / Nicola Vonhof von Hotzenwald Tourismus gibt den Generationenwechsel als einen der Gründe an.

HERRISCHRIED (mak). Nicola Vonhof, Geschäftsführerin der Hotzenwald Tourismus GmbH, hat in der Gemeinderatssitzung in Herrischried einen Überblick über die Übernachtungszahlen und viele weitere Aktivitäten der GmbH im vergangenen Jahr gegeben. Bei den drei Hotzenwaldgemeinden Görwihl, Herrischried und Rickenbach gab es ein Minus bei den Übernachtungen von 2,7 Prozent. Herrischried und Görwihl machten mit 6,5 und 6,8 Prozent ein sattes Minus, Rickenbach ein Plus von 1,1 Prozent. Herrischried hat in 2018 noch knapp 90 000 Übernachtungen, 6322 weniger als im Jahr zuvor. Auch die Gästeankünfte gingen um 8,1 Prozent auf 17 305 zurück, während Rickenbach und Görwihl bei den Gästeankünften sogar ein leichtes Plus verzeichnen können.

Unterschiedlich hat sich die vorhandene Bettenzahl entwickelt. Während sie in Görwihl bei 549 konstant blieb, gab es in Herrischried einen Rückgang von 6,9 Prozent. Der Ort verfügt jetzt noch über 1530 Betten. Prozentual noch härter traf es Rickenbach mit einem Minus von 11,5 Prozent. In diesem Ort gibt es Stand Ende 2018 noch 667 Betten. Hintergrund dieser negativen Zahlen in Herrischried ist die Problematik des Generationenwechsels, betonte Nicola Vonhof. Das betrifft aktuell vor allem den Bereich Gasthöfe. Ein Betrieb werde derzeit nur noch eingeschränkt weitergeführt, ein weiterer Gasthof hat seinen Übernachtungsbetrieb komplett eingestellt, weil sich die Inhaber nur noch auf die Gastronomie konzentrieren wollen. So kam es in der Kategorie Gasthöfe zu einem Minus von 4000 Übernachtungen. Gleichzeitig gebe es aber auch andere Betriebe, die deutlich im Plus liegen. "Diese Entwicklung ist für uns sehr wichtig, weil wir sehen, dass neue Betreiber sehr positive Impulse setzen, die von Gästen gerne angenommen werden", blickt Nicola Vonhof leicht optimistisch in die Zukunft. Der Jugendzeltplatz dagegen profitierte vom Sommerwetter 2018 und verzeichnete rund 1700 Übernachtungen mehr als 2017.

Hervorragend sei das neue Konzept "Schwarzwald Dorfurlaub" angenommen worden, das mit Landeszuschüssen gefördert wird. Herrischried und Rickenbach sind in den kleinen Kreis der geförderten Orte gekommen, Görwihl blieb außen vor, weil sich der Ort nicht am Konus-Programm beteiligt, das Gästen finanzielle Vorteile bietet.