HINTERGRUND

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 27. März 2021

Gesundheit & Ernährung

Die Sterberaten sinken deutlich

Mit dem Begriff Darmkrebs werden Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) und des Mastdarms (Rektumkarzinom) bezeichnet. Zusammenfassend spricht man vom kolorektalen Karzinom. Der Begriff Karzinom kennzeichnet Krebserkrankungen, die vom Deckgewebe der Haut oder Schleimhaut ausgehen – in diesem Fall von der Darmschleimhaut. Darmkrebs kann sich in allen Abschnitten des Dick- und Mastdarms entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt im unteren Dickdarmabschnitt.

In den meisten Fällen kann keine einzelne Ursache für die Entstehung des Krebses gefunden werden. Es gibt allerdings Faktoren, die das persönliche Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, erhöhen. Oft besteht eine Veranlagung. Hinzu kommen bestimmte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Darmkrebs gehört der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge zu den drei häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und Männern in Deutschland, obwohl sich seit 2004 ein kontinuierlicher Rückgang der Erkrankungsraten in allen Altersgruppen ab 55 Jahren zeigt. In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jährlich rund 33 000 Männer und 28 000 Frauen an Darmkrebs.

Die Sterblichkeit nimmt seit Mitte der 1970er-Jahre stetig ab. Allein in den vergangenen zehn Jahren sind die Sterberaten bei beiden Geschlechtern um mehr als 20 Prozent gesunken. Dies bedeutet, dass es zunehmend mehr Menschen gelingt, langfristig mit der Krankheit zu leben. Dennoch ist Darmkrebs mit 7,2 Prozent eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen.

Darmkrebs tritt überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auf, wobei Frauen meist später erkranken als Männer. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erhält die Diagnose nach dem 70. Lebensjahr.

Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Mit einer Darmspiegelung, der Koloskopie, lassen sich Tumoren rechtzeitig erkennen oder sogar verhindern, wenn Polypen, die Vorstufen von Darmkrebs sein können, entfernt werden.