Das Sieger-Gen ist wieder da

Christian Engel

Von Christian Engel

Fr, 24. Mai 2019

Hockey

Freiburger Hockeyspieler können doch noch gewinnen.

HOCKEY (chen). Oberliga Männer: 1844 Freiburg – HC Konstanz 4:1. Etwas zu verlieren ist ja an sich nicht schlimm, sofern man es bald wiederfindet. Das Tückische: Man weiß meist nicht, wo sich das verlorene Ding befindet: Die Hockeyspieler von 1844 Freiburg können davon ein Liedchen trällern. Sie haben monatelang ihr Sieger-Gen gesucht, das sie in den vergangenen Jahren bei vielen Aufstiegen verlässlich begleitet hatte. Sie suchten es hinterm Pfosten, in der Torwarttasche, in der Fremde, hinter Flutlichtmasten und unter den Dielen der Vereinshütte. Doch sie fanden es nicht. Das Team verlor nur.

Manchmal helfen beim Wiederfinden Zufall (oder für die Romantiker: Schicksal). Im Falle des verschwundenen Hockeymänner-Sieger-Gens hat etwas Anderes gewirkt: Durchhaltevermögen. Kitschiger hieße es: Glaube und Hoffnung. Das Sieger-Gen zumindest ist am Wochenende aufgetaucht, beim 4:1 gegen Konstanz. Zweifel waren zu Beginn noch vorhanden: Mit der Nervosität und Unsicherheit der Mannschaft hätte man 20 Wackeldackel in Bewegung setzen können. Leon Martini besorgte die Führung, aus dem Nichts fiel ein Gegentreffer: Die Verunsicherung wuchs wieder. Aber gut: durchhalten und weitermachen – und Tore erzielen. Diese einfache Formel sorgte für den Sieg: Tobias Wagner traf per Siebenmeter, anschließend noch zwei Mal Martini per Strafecke. Jetzt nur nicht wieder das Sieger-Gen irgendwo verlegen.

Oberliga Frauen: Mannheimer HC II – 1844 Freiburg 4:1. Die zweitbeste Offensive der Liga hat das Toreschießen ein wenig verlernt. In den vergangenen fünf Partien gelangen Freiburg nur fünf Tore (vier davon gegen Rohrbach). Zum Vergleich: In den ersten sieben Spielen der Saison sponserten die Hockeyfrauen von 1844 ihren Gegnern insgesamt 23 Gegentore. Auch gegen Mannheim: kaum Torgefahr. Für Freiburg traf lediglich Theresa Kehl.