Spekulation vermeiden, Familien fördern

Sebastian Barthmes

Von Sebastian Barthmes

Sa, 18. Mai 2019

Höchenschwand

KOMMUNALWAHL IN HÖCHENSCHWAND: Bürgerliste Höchenschwand will Infrastruktur erhalten.

HÖCHENSCHWAND (sb). Um die Gemeinde in eine gute Zukunft zu führen, hat die Bürgerliste Höchenschwand vor allem junge Familien im Blick. "Familien sind ganz, ganz wichtig", sagt deren Vorsitzender, Olaf Jung. Deshalb müsse weiter Wohnraum für junge Familien geschaffen werden.

Um Höchenschwand weiterzuentwickeln, befassen sich die Kandidaten der Liste mit mehreren Themengebieten: Das Natursportzentrum müsse beispielsweise noch besser erschlossen werden, unter anderem bräuchten die Kunden dort bessere Parkmöglichkeiten, sagte Jung im Gespräch mit der Badischen Zeitung.

Wenn es um die Gestaltung des Ortes geht, also auch um den Bau oder die Sanierung von Gebäuden, habe eine Kommune nur beschränkte Mittel, Missstände zu beseitigen. Die Gesundheitsreform im Jahr 1997 habe mehrere Ruinen im Ort hinterlassen, die heute wohl als Spekulationsobjekte dienen, vermutet Jung. Deshalb sei es wichtig gewesen, dass die Gemeinde das Hotel Adenia und ein dahinter liegendes Bauernhaus gekauft habe, um das gesamte Areal, auf dem sich auch das alte Rathaus befindet, selbst zu entwickeln. So könne mit der Fläche nicht spekuliert werden. Im neuen Gemeinderat wolle die Bürgerliste Höchenschwand also diese Bemühungen vorantreiben und auch möglichst Eigentümer derzeit nicht genutzter Immobilien unterstützen, die ihre Anwesen neu beleben wollen.

Wichtig sei es den Gemeinderatskandidaten der Liste auch, die Landschaftspflege zu fördern. Das bedeute, dass die Gemeinde alles dran setzen müsse, damit landwirtschaftliche Betriebe gut funktionieren können. Landwirte sollten nicht zu sehr durch Flächennutzungspläne eingeschränkt werden. Zwar müsse man auch die Bürokratie reduzieren, aber darauf habe die Gemeinde leider keinen Einfluss, sagte Olaf Jung.

Die Familie will die Bürgerliste Höchenschwand vielfach fördern: In den vergangenen Jahren seien schon Bauplätze ausgewiesen worden, das müsse aber auch in Zukunft weiter geschehen. Zu dem Themenbereich gehören seiner Meinung nach auch die Pläne rund um das alte Rathaus und das Hotel Adenia – die müsste das neue Gremium "möglichst zügig vorantreiben". Damit sich Familien, junge und ältere Menschen in der Gemeinde auch in Zukunft zu Hause fühlen können, wolle sich die Liste für den Erhalt der Infrastruktur einsetzen: Der Skilift und das Waldfreibad müssten erhalten bleiben und die Sicherheit auf Schulwegen sichergestellt werden. Bei manchen Kosten, zum Beispiel die für den Betrieb des Skiliftes anfallen, könnte man sagen, dass die Gemeinde dort sparen könnte. Doch solche Angebote seien eine Attraktion für junge und ältere Menschen, Einheimische und auch Urlauber und deshalb wichtig.

In den vergangenen Jahren sei in der Gemeinde viel geleistet worden, Schulden wurden beispielsweise abgebaut, sagte Jung. Und dafür, dass mit Platz für neuen Wohnraum die Attraktivität gesteigert wurde, erhielt der Tourismus "etwas weniger Aufmerksamkeit", sagte Jung. In dem Bereich sei in Zukunft wieder mehr zu tun.

Die Kandidaten aller Listen gibt es unter mehr.bz/kandidaten2019