Holzschnefler und noch mehr

Claudia Renk

Von Claudia Renk

Sa, 17. August 2019

Bernau

Am Wochenende in Bernau.

BERNAU. Am kommenden Wochenende, Samstag 17., und Sonntag, 18. August, jeweils 11 bis 17 Uhr, verwandelt sich der mehr als 220 Jahre alte Resenhof im Bernauer Ortsteil Oberlehen in ein Erlebnismuseum. Bei den Holzschneflertagen werden Handwerker in acht Werkstätten traditionelle Handwerkskunst vorführen.

Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein stellten Bauern in den Schwarzwaldwintern Alltagsgegenstände wie Schindeln, Schachteln, Bürsten, Körbe, Seile, Bürsten, Hobel und Einiges mehr her. Darüber hinaus wurde Wolle gesponnen, es wurde gestickt und Uhren wurden bemalt.

In acht historischen Werkstätten zeigen Handwerker, wie diese Gebrauchsgegenstände entstanden. Die Besucher können Schindelmachern, Küblern, Bürsten- oder Hobelmachern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und Goldstickerei, Uhrenmalerei oder das Flechten von Stroh mitverfolgen. In der Bauernstube spinnen Bernauerinnen Wolle und vor dem Resenhof wird ein Korbmacher seine Flechtkunst zeigen. Viele der handgefertigten Produkte können erworben werden. Am Sonntag wird es als weitere Attraktion zudem Vorführungen der Zimmermannskunst geben.

"Erlebnis Holz" und Naturparkmarkt

Über die Vorführungen hinaus bietet der Resenhof Einiges: Man kann sich in dem 1789 erbauten und 1977 als Museum eingerichteten Schwarzwaldhof umsehen, der Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem Dach vereint. Zu sehen ist auch, wie ein Bauernhaus früher eingerichtet war und wie Haus, Hof, Feld und Wald bewirtschaftet wurden.

Im benachbarten Forum "Erlebnis Holz" zeigen zehn Bernauer Hersteller ihr handwerkliches Können, informieren und verkaufen ihre Produkte. Da gibt es die ganze Bandbreite des modernen Bernauer Handwerks von der Schnitzkunst, Drechselarbeiten über Holzkunst bis hin zu Keramikarbeiten zu sehen.

Damit nicht genug: Rund um das Museum bietet der Naturparkmarkt die Gelegenheit, Spezialitäten aus der Region einzukaufen: Wurst, Schinken, Käse, Brot Marmeladen, Honig, Edelbrände, Schaffellen, Körbe... Im Festzelt verwöhnen die Naturparkwirte die Gäste kulinarisch, es gibt auch Kaffee und Kuchen.

Öffnungszeiten Museum und Markt: Samstag und Sonntag jeweils 11 bis 17 Uhr, der Eintritt in das Museum ist kostenpflichtig.