Im Gespräch eine kleine Lösung suchen

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Fr, 14. Juni 2019

Feldberg

Mit der Flurbereinigung soll in einem Teil des Kronenwegs auch die Wasserleitung erneuert werden.

FELDBERG (rys). Die Frage, soll die Gemeinde für ein etwa 60 Meter langes Teilstück im Kronenweg, eine sechsstellige Summe ausgeben, um hier eine neue Wasserleitung zu verlegen, beschäftigte die Gemeinderäte jüngst. Fakt ist, die mit der Flurbereinigung beauftragte Firma möchte in den kommenden Tagen dort mit den Arbeiten beginnen.

Der Gemeinde Feldberg gehört ein kurzes Zwischenstück zwischen der Schuppenhörnlestraße und dem Kronenweg. Nun würde es Sinn machen, im Zuge der Arbeiten dort eine neue Wasserleitung zu verlegen. Eine Kostenschätzung lag bei 248 000 Euro für den Vollausbau und bei 148 000 Euro, wenn nur die Wasserleitung und die darüberliegende Tragschicht erneuert würden.

Der Gemeinderat sollte kürzlich die Entscheidung treffen. Frank Link erinnerte daran, dass ein Gesamtkonzept für die Straßensanierungen erstellt werden sollte und dann die einzelnen Sanierungsmaßnahmen nach dem Nutzen für die Bürger beschlossen werden. So war die weitere Vorgehensweise geplant. Somit wäre mit dem vorhandenen Geld, ein größter Nutzen zu erzielen. Deshalb habe man mit der Sanierung der Neuglashüttener Straße begonnen. "Jetzt pfuschen wir was", und das Geld fehle dann für die dringende Sanierungen anderer Straßen wie Haslachstraße oder Sommerberg, die seiner Meinung nach wichtiger wären.

Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft am Flurbereinigungsverfahren, Roland Dörflinger erwiderte, die Flurbereinigung mache Straßen und Zufahrten neu und dabei könnten alte Wasserleitungen günstig erneuert werden. "Das ist kein Pfusch", sagte er an Link gerichtet. Für Dörflinger komme es einem Schildbürgerstreich gleich, wenn man in diesem kleinen Teilstück, die alte Leitung liegen lassen würde. Ähnliches gelte für den Lenzkircher- oder den Schrofenweg. "Günstiger geht es nicht", so Dörflinger.

An diesem Teilstück hänge die gesamte Wasserversorgung im Kronenweg, so Aline Wimmer, die sich dafür aussprach, den Synergieeffekt zu nutzen. Die Kostenschätzung des Ingenieurbüros hielt Bruno Schrade für nicht richtig, denn die Rohrverlegung für das Breitband mache der Zweckverband. Schrade störte sich auch daran, dass man erst wenige Minuten zuvor eine Rohrnetzanalyse in Auftrag gegeben habe. "Was ist, wenn die Wasserleitung dort noch gut ist?", fragte er in die Runde. Ihm fehlte der Synergieeffekt und so stimmte er als einziger dagegen.

Im Gespräch mit der Baufirma, die die Arbeiten des Flurbereinigungsverfahrens ausführt, soll eine "kleine Lösung" für das kurze Stück im Kronenweg erreicht werden, beschloss das Gremium und beauftrage Bürgermeister Johannes Albrecht die Gespräche zu führen.