"In der Schule bin ich die Henne im Korb"

Miriam Belle, Klasse 4b, Grundschule Wyhl

Von Miriam Belle, Klasse 4b, Grundschule Wyhl (Wyhl)

Fr, 27. November 2020

Zisch-Texte

ZISCH-INTERVIEW mit Nadja Belle über ihren Berufswunsch Konstruktionsmechanikerin.

Zisch-Reporterin Miriam Belle aus der Klasse 4b der Grundschule Wyhl hat ihre Schwester Nadja Belle über ihre Ausbildung befragt.

Zisch: Nach dem erfolgreichen Realschulabschluss hast du dich für einen Beruf mit Metall entschieden. Warum?
Belle: Es macht mir Spaß, mit Metall zu arbeiten. Nach der Schule bin ich manchmal zu Papa in das Geschäft zum Schnuppern gegangen.
Zisch: Möchtest du in diesem Beruf einmal arbeiten, und wie heißt der Beruf?
Belle: Der Beruf nennt sich Konstruktionsmechanikerin. Diesen Beruf möchte ich auch lernen.
Zisch: Was machst du im Moment von Montag bis Freitag?
Belle: Ich besuche seit September die einjährige Berufsschule Metall in Emmendingen. Am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag bin ich dort. Jede Woche am Mittwoch gehe ich nach Emmendingen in den Betrieb, in dem ich einen Ausbildungsvorvertrag habe.
Zisch: Da es eher ein Männerberuf ist, wie fühlst du dich? Bist du das einzige Mädchen in diesem Beruf in der Schule und im Betrieb?
Belle: (lächelt) Ja, das bin ich, in der Schule und im Betrieb. Am Anfang hatte ich schon ein wenig Angst, vor allem wie die Jungs mich aufnehmen und sich mir gegenüber verhalten würden. Es klappt alles hervorragend. Ich bin die Henne im Korb.
Zisch: Was muss man sich unter diesem Beruf vorstellen? Was macht man da?
Belle: Als Kontsruktionsmechanikerin stelle ich Stahlkonstruktionen her, die sehr groß und schwer sind. Man sägt, bohrt, schweißt, flext und feilt.
Zisch: Wenn du die Ausbildung beendest, was ist dann dein Ziel?
Belle: Nach der Ausbildung möchte ich direkt den Meister in diesem Beruf machen, um später mal den Betrieb vom Papa zu übernehmen.