Weihnachten
In der St. Andreaskirche in Offenburg werden an diesem Samstag Adventskränze gesegnet
Die St. Andreaskirche ist nach dem von Protesten aus der Bürgerschaft begleiteten Umbau wieder zurückgebaut. Allmählich finden dort wieder Veranstaltungen statt. Auch an diesem Samstag.
Fr, 28. Nov 2025, 15:41 Uhr
Offenburg
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Neun Monate lang war die St. Andreaskirche am Fischmarkt geschlossen. Das historische Gebäude steht auf dem Grundriss einer Vorgängerkapelle von 1322 und ist ein Kleinod in Offenburg, wiedererbaut im barocken Stil um 1700 nach dem großen Stadtbrand von 1689. Lange war sie gut frequentierter Veranstaltungsort. Als das Gotteshaus im Jahr 2020 umgestaltet wurde, gab es neben Zustimmung auch empörte Proteste aus dem Gemeinderat. Gar von einer Entweihung war die Rede. Denn die Bankreihen waren verschwunden, die alten Dielen wurden mit Spanplatten überbaut, die sakralen Kunstwerke – zum Teil aus dem 16. und 17. Jahrhundert – eingelagert. Es wurde ein Ort der Begegnung und der experimentellen Projekte. Allerdings war stets die Vorgabe, dass ein Rückbau relativ einfach möglich sein sollte.
Dieser Rückbau zog sich länger hin als erwartet und ist immer noch nicht ganz abgeschlossen, wie Pastoralreferentin Sabine Müller erklärt. Der Werkstattboden ist abgebaut, die Wände frisch geweißelt, einige der alten Kirchenbänke wurden wieder installiert. Der geschnitzte Hochaltar, der 2024 mutwillig beschädigt worden war, fehlt noch, ebenso die Heiligenskulpturen, ein weiterer kleinerer Altar soll noch aufgestellt werden. Jetzt läuft das Veranstaltungsprogramm allmählich wieder an.
Geplant sind Veranstaltungen, die es bisher schon gab: Ausstellungen, Konzerte, ein flexibles Musizieren an Markttagen. Auch Gedenktage, etwa der Holocaustgedenktag Ende Januar wird dort mit begangen. "Am heutigen Samstag kaufen viele ihren Adventskranz auf dem Markt, deshalb bieten wir eine Adventskranzsegnung an", lädt Sabine Müller ein. Diese findet von 10 bis 12.30 Uhr statt. Eine Kunstausstellung zum Thema "Farben" wird am Freitag, 12. Dezember, 19 Uhr, eröffnet. Aquarelle von Gerd Decker und Acrylgemälde von Dean Grace werden zu sehen sein. Am 21. Dezember bietet das Kulturbüro die beliebten Kammerkonzerte im Advent an.
Gezielt wolle man auch an einem Konzept für die City-Pastoral arbeiten, damit die Kirche im Herzen der Stadt wieder ein Ort wird, wo Menschen zur Ruhe kommen und Anregungen, Impulse oder ein Gespräch finden.