Alle Lehrerstellen besetzt

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Mi, 11. September 2019

Freiburg

Noch keine Kepler-Klage.

FREIBURG (sh). Wenn am Mittwoch das neue Schuljahr beginnt, soll in Freiburg kein Lehrerpult leer bleiben. Alle Stellen sind besetzt, teilte das Regierungspräsidium auf BZ-Anfrage mit. In Südbaden fehlten letzte Woche noch 300 Lehrer, vor allem auf dem Land. Aus der Stadt waren vor einem Jahr einzelne Lehrkräfte in den ländlichen Raum versetzt worden. Das gibt es diesmal nicht, aber anders als sonst wurden Versetzungsanträge von Pädagogen abgelehnt, die vom Land nach Freiburg wollten. "Der Bedarf an Freiburger Schulen musste durch Neueinstellungen und Zeitverträge gedeckt werden", so RP-Sprecher Matthias Henrich. Im Schulamtsbezirk, der Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen einschließt, wurden 146 Lehrer eingestellt, 121 weitere für ein Jahr, darunter 13 Pensionäre.

Unterrichtsausfall in Freiburg hatte letztes Schuljahr Schlagzeilen gemacht. Der Vater eines Kepler-Gymnasiasten und die Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft gymnasialer Eltern drohten dem Land mit Klage. Die Freiburger Arge sah das skeptisch. Noch ist keine Klage eingereicht. Nach Rechtsgutachten und Gesprächen im Kultusministerium will die Stuttgarter Arge den Unterrichtsausfall erneut erheben, die politische Debatte im Landtag verfolgen und gegebenenfalls am 9. November über die Klage entscheiden, so der Vorsitzende Michael Mattig-Gerlach.

Zum neuen Schuljahr werden in Freiburg 1906 Erstklässlerinnen und Erstklässler eingeschult. Die neuen Fünftklässler verteilen sich wie folgt an die öffentlichen Schulen: 67 sind an Werkrealschulen angemeldet, 326 an Realschulen, 40 an der Gemeinschaftsschule und 111 an Förderschulen. Die öffentlichen Gymnasien erwarten 877 neue Fünfer, mit den privaten Gymnasien Angell und St.-Ursula haben sie 1098 Anmeldungen.